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13.04.2009: Henkel: Trends wie im Lehrbuch

(Hier erscheint immer Dienstag Morgen ein charttechnisch interessanter Wert)

langfristiger Chart

Die Kursentwicklung der Henkel-Aktie der letzten Jahre ist geradezu prädestiniert, Einzug in die Chart-Lehrbücher zu halten. Beim Thema Trends und Überlagerung von Trends verhält sich die Aktie in praktisch allen Zeitebenen geradezu mustergültig. Ein paar der Trendlinien sind in den beiden Schaubildern eingezeichnet.

Dabei fällt ins Auge, dass die Notierung seit Ende 2007 einem Abwärtstrendkanal folgt. Erst vor kurzem prallten die Kurse an der oberen Begrenzungslinie nach unten ab, was eigentlich ein klares Verkaufsignal bedeutet. Allerdings gelang es der Notierung am letzten Handelstag (Donnerstag), sich von mehr als 12 Prozent zwischenzeitlichem Tagesverlust spürbar zu erholen. Damit konnte Henkel per Schlusskurs den seit Ende Februar gültigen Aufwärtstrend knapp behaupten, was wiederum ein Schwächezeichen der Bären darstellt.

Somit sind aus technischer Sicht jetzt zwei Szenarien denkbar: Sollte die Notierung doch noch aus dem kurzfristigen Aufwärtstrend nach unten ausbrechen, liegt ein Verkaufsignal vor. Dann können Anleger auf einen weiteren Test der unteren Begrenzungslinie des mittelfristigen Abwärtstrendkanals setzen, die aktuell bereits unter 17 Euro verläuft. Setzt sich dagegen der kurzfristige Aufwärtstrend fort, gerät schon bald der Abwärtstrendkanal (derzeit schon unter 22 Euro) auf den Prüfstand. Gelingt der Ausbruch nach oben, bedeutet dies ein mittelfristiges Kaufsignal.


kurzfristiger Chart

Autor: Oliver Schultze