Nasdaq Composite-Analyse vom 11.09.2005
sowie im Anschluss Update vom 14.09.

In der vergangenen Woche knackte der compx rasch und dynamisch den
Widerstand bei 2150 Zählern, kämpfte sich anschliessend aber
nur mühsam in Richtung 2200 Zähler und begnügte sich
mit einem Wochenhoch bei 2177. Im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von
34 Zählern bzw. 1,6 Prozent.
Mit dem eher geringen Anstieg ergeben sich aus den beiden längerfristigeren
Schaubildern einmal mehr keine neuen charttechnischen Impulse. Die Notierung
ist jetzt auf Tuchfühlung zu der Widerstandslinie, die sich vom
Hochpunkt Anfang Januar herleiten lässt. Knackt der compx diesen
Widerstand, gerät das Jahreshoch bei 2220 Zählern ins Visier,
erst darüber wäre der Weg für weitere Kursgewinne frei.

Auch der untere, kurzfristige Chart auf Tagesbasis bietet dem Index in
beiden Richtungen Spielraum. Während der MACD mit einem frischen
Kaufsignal aufwarten kann, drehte der Stochastik bereits im überkauften
Bereich nach unten. Der Sprung über den Widerstand bei 2150 Zählern
verhalf bisher auch noch nicht einmal zu einem Test des nur knapp darüber
verlaufenden oberen Bollinger Bandes.
Daher ist die Lage für die kommende Woche zunächst völlig
offen, Anleger sollten von einem Verlauf innerhalb der Spanne 2150 bis
2200/20 Punkten ausgehen. Eine Rückkehr unter die letztgenannte Marke
wäre negativ, ein Ausbruch über das Jahreshoch deutet sich nicht
an.
Update vom 14.09. (Kurzfristchart aktualisiert):
Nach positiven Wochenstart gab der compx die Gewinne schon am Dienstag wieder ab und rutschte zur Wochenmitte bis zu dem Support bei 2150 Zählern.
Während ein Ausbruch über das Jahreshoch damit in noch weitere Ferne gerückt ist, gilt das Augenmerk nun der aktuell erreichten Unterstützung. Durchbricht die Notierung diese Marke nach unten, liegt das nächst Kursziel bei 2100 Punkten.
Strategie: Vorerst drängt sich keine Position auf, allenfalls sehr kurzentschlossene Trader können bei weiter nachgebenden Kursen kurzfristig auf Puts setzen.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz