Nasdaq Composite-Analyse vom 14.08.2004

sowie im Anschluss Update vom 18.08.

Chart seit 1990, Wochenchart seit 2000 und Chart seit Dezember 2003


Schlußkurse seit 1990

Der compx setzte in der vergangenen Woche seine Abwärtsbewegung fort, wenngleich der Rückgang mit 20 Zählern bzw. 1,1 Prozent recht verhalten ausfiel. Trotzdem markierte der Index neue Jahrestiefs und fiel auch unter den Tiefpunkt vom September letzten Jahres.

Die Erholung vom Dienstag war nur ein sehr kurzes Strohfeuer, die Wochenkerze zeigt deutlich, dass der compx in der Nähe seines Wochentiefs schloss. Sowohl die aufwärtsgerichtete Trendlinie, die an den Tiefpunkten von Oktober 2002 und März 2003 anliegt, als auch der seit Jahresbeginn bestandene Abwärtstrendkanal, scheinen jetzt signifikant nach unten durchbrochen.

WochenCandles seit Januar 2000

Auch im unteren, kurzfristigen Schaubild lassen sich noch keine Hinweise auf steigende Notierungen finden. Der MACD steht weiterhin klar auf Verkaufen, der Stochastik drehte zuletzt wieder nach unten (nach dem das vorherige, gegen den bestehenden Abwärtstrend gerichtete schwache Kaufsignal ein Fehlsignal war).

Nach rund 15 Prozent Kursverlust in eineinhalb Monaten steigt zwar die Chance auf eine technische Gegenreaktion, so lange die Technologiewerte aber nicht rasant anziehen, bleibt die Lage recht trostlos. Erst oberhalb von 1900 Zählern bessert sich die charttechnische Situation. Bis dahin liegen die nächst tieferen Supports bei rund 1680 und 1600 Punkten.

Tages-Chart seit März 2003

 

Update vom 18.08. (Kurzfristchart aktualisiert):

Der Nasdaq nutzte die beschriebene Chance auf eine technische Gegenreaktion, kletterte dabei bisher aber nur bis zum Vormonatstief. Die genannte interessante Marke von 1900 Zählern blieb in der Ferne.

Die jüngste Aufwärtsbewegung erweckt den Eindruck einer kurzfristigen Rallye im übergeordneten Abwärtstrend. Bis der compx den recht massiven Widerstandsbereich bei 1880/1900 knackt, bleibt die Gefahr erneuter Rückschläge bestehen.

Strategie: Nun abwarten.

 

Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz


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