DAX-Analyse vom 26.07.2003

sowie im Anschluß Update vom 30.07.

Chart seit 1977, Chart seit Januar 2000 und Chart ab Oktober 2002


Langfristchart seit 1977

In der Vorwoche bewegte sich der DAX weiter richtungslos in einer relativ engen Handelsspanne. Im Wochenvergleich ein leichter Rückgang um 10 Punkte oder 0,3 Prozent.

Optimistischen Anlegern empfiehlt sich jetzt der Blick auf den mittelfristigen Wochenchart: In diesem Schaubild ist die seit März bestehende Aufwärtstrendlinie noch nicht nach unten durchbrochen. Die Linie, die sich bereits mit dem Tief vom März und vom Juni bildete, ist zuletzt bestätigt worden. Zum Wochenschluß federte der Index rund 3 Prozent von seinem Wochentief nach oben. Auch der MACD zeigt weiter nach oben und kaum Ermüdungserscheinungen, obwohl die Notierung in der letzten Zeit kaum von der Stelle kam. Erfreulicherweise rutschte der DAX im Rahmen der Konsolidierung nicht einmal bis auf das mittlere Bollinger Band bei derzeit 3089 Punkten.


Wochencandles seit Januar 2000

Im unteren Tageschart wurde die aufwärtsgerichtete Trendlinie gleich am Montag angeknackst, der eGD20 auf Tagesbasis verhinderte aber ein weiteres Abgleiten der Notierung. Die Unterstützung bei 3235 Punkten, der genannte "letzte Rettungsanker", wurde nicht auf die Probe gestellt. Als wichtiger Support bleibt diese aber weiter zu beobachten, ein Unterschreiten der 3235 dürfte merkliche Kursverluste zur Folge haben.

Nach der seitwärtsgerichteten Konsolidierung der letzten Wochen, bei der sich die Bären sehr schwächlich zeigten, stehen die Chancen auf eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung jetzt recht gut. Ein Anstieg bis zum nächsten Widerstand bei 3430/40 Punkten ist in der kommenden Woche gut denkbar. Knackt der DAX dann auch gleich diese Marke, stehen die Ampeln auf Grün und ein paar hundert Punkte mehr in den nächsten Wochen wären realistisch.

kurzfristiger TagesChart

 

Update vom 30.07. (Kurzfristchart aktualisiert):

Die optimistische Einschätzung des DAX war berechtigt, in der ersten Wochenhälfte legte der Index mehr als 2 Prozent zu. Allerdings blieben die deutschen Blue Chips, nicht wirklich überraschend, erneut am Widerstand bei 3440 Punkten hängen.

Der seit März bestehende Aufwärtstrend ist mehr und mehr sichtbar angeknackst, der DAX konnte sich nicht entscheidend nach oben absetzen. Zudem notiert der Stochastik Oszillator schon wieder im überkauften Bereich. Damit wird die Lage trotz der in den letzten Tagen erzielten Kursgewinne für die Bullen langsam aber sicher brenzlig: Gelingt zum Ende der Woche noch immer nicht der Sprung über ~3500 Punkte, wird ein Bruch des Aufwärtstrends und damit ein Rückgang des DAX immer wahrscheinlicher.

Strategie: Wer bereits in Calls investierte, sollte jetzt eng absichern, 3360 (Verlauf) bzw. 3400 (Schlußkurs) erscheinen angebracht. Ansonsten die bekannten Einstiegsmarken für Positionsaufbau.

 

Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz


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