Im unteren Tageschart wurde die aufwärtsgerichtete
Trendlinie gleich am Montag angeknackst, der eGD20 auf Tagesbasis verhinderte
aber ein weiteres Abgleiten der Notierung. Die Unterstützung bei
3235 Punkten, der genannte "letzte Rettungsanker", wurde nicht
auf die Probe gestellt. Als wichtiger Support bleibt diese aber weiter
zu beobachten, ein Unterschreiten der 3235 dürfte merkliche Kursverluste
zur Folge haben.
Nach der seitwärtsgerichteten Konsolidierung der letzten Wochen,
bei der sich die Bären sehr schwächlich zeigten, stehen die
Chancen auf eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung jetzt recht gut.
Ein Anstieg bis zum nächsten Widerstand bei 3430/40 Punkten ist in
der kommenden Woche gut denkbar. Knackt der DAX dann auch gleich diese
Marke, stehen die Ampeln auf Grün und ein paar hundert Punkte mehr
in den nächsten Wochen wären realistisch.

Update vom 30.07. (Kurzfristchart aktualisiert):
Die optimistische Einschätzung des DAX war berechtigt, in der ersten Wochenhälfte legte der Index mehr als 2 Prozent zu. Allerdings blieben die deutschen Blue Chips, nicht wirklich überraschend, erneut am Widerstand bei 3440 Punkten hängen.
Der seit März bestehende Aufwärtstrend ist mehr und mehr sichtbar angeknackst, der DAX konnte sich nicht entscheidend nach oben absetzen. Zudem notiert der Stochastik Oszillator schon wieder im überkauften Bereich. Damit wird die Lage trotz der in den letzten Tagen erzielten Kursgewinne für die Bullen langsam aber sicher brenzlig: Gelingt zum Ende der Woche noch immer nicht der Sprung über ~3500 Punkte, wird ein Bruch des Aufwärtstrends und damit ein Rückgang des DAX immer wahrscheinlicher.
Strategie: Wer bereits in Calls investierte, sollte jetzt eng absichern, 3360 (Verlauf) bzw. 3400 (Schlußkurs) erscheinen angebracht. Ansonsten die bekannten Einstiegsmarken für Positionsaufbau.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz