Nasdaq Composite-Analyse vom 14.05.2006
sowie im Anschluss Update vom 17.05.

Nur zu Beginn der Vorwoche konnte der compx zulegen, dann setzte eine
stetig an Dynamik gewinnende Abwärtsbewegung ein. Im Verlauf der
Woche summierte sich so ein Minus von 99 Punkten bzw. 4,2 Prozent.
Trotz des massiven Rückgangs ist die Lage in den längerfristigen
Schaubildern noch immer neutral. Bisher ist die Notierung lediglich
in die Schiebezone zwischen 2200 und 2333 Zählern zurückgekehrt.
Dies hat den Technologiewerteindex in seiner Entwicklung zwar rund ein
halbes Jahr zurückgeworfen, bearish wird die Lage aber erst, wenn
der Support bei 2200 Punkten klar nach unten durchbrochen wird. Daher
lautet die Devise für längerfristig orientierte Anleger auch
nach dem starken Kursrutsch noch immer: Abwarten.

Bei Betrachtung des unteren, kurzfristigen Schaubilds besteht bereits
Hoffnung auf eine Aufwärtsreaktion: Der Index notiert unterhalb des
unteren Bollinger Bandes, der Stochastik schnellte in den überverkauften
Bereich, und der compx ist im Bereich der Tiefpunkte des ersten Quartals
angelangt. Insofern könnte der Verkaufsdruck sehr kurzfristig zwar
noch anhalten, dann aber wäre eine Gegenreaktion alles andere als
verwunderlich.
Nach dem kräftigen Kursrutsch der Vorwoche ist ein Ausbruch nach
oben, und damit ein Kaufsignal, in weite Ferne gerückt - mehr aber
auch nicht. Wirklich kritisch wird die Lage erst, wenn der Index auch
die Marke von 2200 Zählern nach unten durchbricht. Andernfalls dürfte
die kommende Woche wieder (moderat) steigende Kurse mit sich bringen.
Update vom 17.05. (Kurzfristchart aktualisiert):
In der laufenden Woche setzten sich die Kursverluste fort, der compx tauchte in den Unterstützungsbereich um 2200 Zähler.
Auch wenn der Index am Mittwoch knapp unter der Marke von 2200 Zählern landete, kann noch nicht von einem signifikanten Durchbruch gesprochen werden. Kurzfristig betrachtet ist der Markt zudem stark überverkauft, so dass eine Aufwärtsreaktion förmlich in der Luft liegt. Kletternde Notierungen in der zweiten Wochenhälfte wären daher keine Überraschung. Wird dagegen der Support bei 2200 Punkten klar und nachhaltig nach unten durchbrochen, ist auf Sicht der kommenden Wochen mit weiteren spürbaren Kursrückgängen zu rechnen.
Strategie: Noch abwarten.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz