
In der vergangenen Woche fiel der EuroStoxx unter seine kurzfristige Aufwärtstrendlinie und generierte damit ein Verkaufsignal. Der Verlust hielt sich mit 43,2 Punkten (1,1 Prozent) zwar in Grenzen, doch die Indikatoren deuten auf weiteres Abwärtspotenzial.
Auf Basis des mittleren Schaubildes bleibt die Welt in Ordnung. Hier folgt
der EuroStoxx noch seinem in 2003 begonnenen Aufwärtstrend, der aktuell
bei 3735 Punkten verläuft.

Doch auf Basis des unteren Charts sollten Anleger weiter nachgebende Kurse einkalkulieren.
Die nächst tieferen Unterstützungen warten bei 3727 Punkten (März-Tief)
und knapp unterhalb von 3700 Punkten (Widerstand/Unterstützung seit Anfang
des Jahres). Insbesondere der MACD ist durch den Ausbruch aus der Seitwärtsrange
in einen steilen Sinkflug übergegangen. Auch der Stochastik konnte noch
nicht nach oben drehen.

Update vom 19.04. (Kurzfristchart aktualisiert):
Der EuroStoxx konnte bisher deutlich weniger von der nachösterlichen
Kauflaune profitieren als Dow und Dax. Immerhin gewann er wieder so weit an
Boden, dass zumindest der Stochastik nach oben zeigt. Der MACD hingegen bewegt
sich noch weit unter seiner Signallinie, so dass er noch ein gutes Stück
von einem Kaufsignal entfernt ist.
Bei den europäischen Standardwerten wird die Lage unter klassischen technischen
Gesichtspunkten insofern interessant, als dass sich diese mit dem jüngsten
Anstieg wieder der einstigen Unterstützung im Bereich von 3840 Punkten
nähern. Sollte der Index diese Marke zurückerobern, wäre es
zumindest Zeit, evtl. bestehende Put-Positionen zu veräußern. Sollte
parallel in den USA der Durchbruch zu neuen 5-Jahres-Hochs gelingen, können
auch hierzulande Anleger in Calls wechseln.
Autor: Lutz Mathes / Büro Dr. Schulz