Der Dow konnte sich nicht lange auf dem Vorwochenniveau halten.
Er sackte gleich am Dienstag knapp unter die (an dieser Stelle
jüngst sogar noch nach unten erweiterte) Supportzone zwischen
7950 und 8200 Punkten. Nach einem solchen Durchbruch wären
nach technischen Kriterien eigentlich weitere Kursverluste oder
zumindest volatile Schwankungen zu erwarten gewesen. Erstaunlicherweise
kroch der Index jedoch - bei zwar normalem Handelsvolumen, aber
unter minimalen Schwankungen - einfach seitwärts weiter.
Er
bewegt sich noch im Bereich des schwachen Supports, der sich aus
dem Verlaufstief Anfang Oktober bei 7884 Punkten herleitet. Aber
streng genommen ist diese Marke bereits nach unten gebrochen,
schließlich wurden zwischenzeitlich schon Tiefs deutlich
unterhalb dieser Marke getestet. Insgesamt ist die gegenwärtige
Situation technisch als brenzlig einzustufen. Der geringe Abstand
zwischen den Bollinger-Bändern dokumentiert das gespannte
Abwarten auf Anlegerseite. MACD und Stochastik im unteren Schaubild
lassen leider keine klare Aussage zu.
Die
in der letzten Woche zumindest in verhaltenem Umfang aufkommende
Hoffnung wird erneut von nervenzerrendem Abwarten abgelöst.
Angesichts der nach unten gebrochenen Supportzone sind wir für
die kommende Woche eher auf der Bärenseite (Test des Tiefs
bei 7552 erscheint denkbar). Doch der untypische Verlauf des Dows
seit Mittwoch vergangener Woche macht uns insgesamt skeptisch
und lässt leider nur die Empfehlung zu, einen Platz auf den
Zuschauerrängen einzunehmen.
