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200-Tage-Linie in Gefahr
EuroStoxx-Analyse vom 21.04.2013

Konnte der EuroStoxx vor einer Woche sein drohendes
Doppel-Topp mit Hilfe von steigenden US-Indizes noch einmal abwenden, so müssen
wir weitere 5 Handelstage später erneut den mahnenden Finger heben. Mit
einem Wochenverlust von über 58 Punkten (-2,2 Prozent) steht der EuroStoxx
nur geringfügig höher als bei den bisherigen Jahrestiefstkursen
bei rund 2570 Punkten.
Vor dem Hintergrund der von uns eingezeichneten Doppel-Topp-Formation mit
den beiden Kursspitzen Ende Januar und Mitte März bei 2749 und 2745 Punkten
verschärft das die Situation aus technischer Sicht eindeutig. Streng
genommen hat der EuroStoxx Kursindex sein Doppel-Topp mit dem Kursverfall
am Mittwoch vollendet, weil damit das bisherige Jahrestief von Ende Februar
unterschritten wurde.

Nun wartete aber die von uns unten grau eingezeichnete
Unterstützungszone knapp tiefer, im Bereich um 2550 Zähler. Diese
Chartmarke bot zusammen mit dem unteren Bollinger Band den Kursen genug Halt,
um die europäischen Standardwerte noch einmal etwas freundlicher ins
Wochenende zu schicken. Auf dieser Basis lassen wir trotz der eigentlich schon
vollendeten oberen Trendwendeformation die technische Situation noch als "angeschlagen"
durchgehen. Es besteht noch Hoffnung, dass die Anleger besonnen reagieren,
beispielsweise falls es erneut zu Kursgewinnen an der Leitbörse in Übersee
kommt. Dann ist es denkbar, dass sich der Europa-Index in eine Seitwärtsbewegung
rettet.
Auf Basis der hier gezeigten Charts muss die technische Situation aber klar
als brenzlig bezeichnet werden. Die Indikatoren im unteren Schaubild deuten
recht klar abwärts. Sollte der EuroStoxx unter den Support bei 2550 Punkten
fallen, so wäre auch die 200-Tage-Linie im oberen Schaubild durchbrochen.
Das gilt traditionell als mittelfristiges Verkaufsignal. Sollte es zu Abgaben
unter 2550 Zähler kommen, können technisch orientierte Trader entsprechend
eine Shortposition wagen.
Autor: Lutz Mathes