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Neuer Abwärtsimpuls denkbar
DAX-Analyse vom 28.07.2013
In der Vorwoche kletterte der DAX
zunächst wie erwartet aufwärts, drehte dann jedoch schon alsbald
oberhalb von 8400 wieder nach unten. In der zweiten Wochenhälfte gab
der Index dann merklich nach. So kam es unter dem Strich zu einem Wochenverlust
von 87 Punkten, dies entspricht glatt 1 Prozent.
Sollte die Notierung nun, wie schon ab Ende Mai, nach unten wegrutschen, droht
eine Toppbildung. Denn mit dem jüngsten Scheitern knapp unterhalb vom
Maihoch könnte sich im weiteren Verlauf ein Doppeltop bilden. Abgeschlossen
wäre diese Formation jedoch erst mit einem Durchbruch des Verbindungstiefs
nach unten. Dieses Tief markierte der DAX im Juni bei 7656 Zählern. Bis
jetzt aber ein reines Zukunftsszenario, denn noch ist der seit September 2011
gültige Aufwärtstrend vollkommen intakt.
Allerdings deutet nun auch der untere Kurzfristchart
auf fallende Notierungen hin. Denn der seit Anfang Juli bestehende Aufwärtstrend
ist nach unten durchbrochen. Zudem scheiterte der Index bei dem Anstieg zuvor
doch deutlich unterhalb des oberen Bollinger Bandes, was ein Zeichen der Schwäche
darstellt. Der Stochastik Oszillator weist klar abwärts, der MACD könnte
in Kürze folgen.
Die Technik spricht nun also eher für fallende Notierungen. Fällt
der DAX auch unter das mittlere Bollinger Band bei aktuell 8202, sollten Anleger
sich auf sinkende Kurse bei den deutschen Blue Chips einstellen. Dann ist
mit einem Rückgang bis in den Bereich von 7700 bis 7800 zu rechnen. Für
ein neues Kaufsignal ist unverändert der Sprung über das Allzeithoch
bei 8558 abzuwarten.

Autor: Oliver Schultze