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Die Anleger bekamen kalte Füße
Nasdaq-Analyse vom 23.02.2020

Der Nasdaq 100 setzte noch bis Mittwoch der Vorwoche seine Aufwärtsbewegung
fort, dann wechselte der Index die Richtung. In der Spitze fiel der Index
um mehr als 300 Punkte. Im Wochenvergleich sieht es weniger dramatisch aus,
der Vergleich der Freitagsschlusskurse zeigt einen Rückgang um 177 Punkte
bzw. 1,8 Prozent.
In den beiden längerfristigen Charts ist der jüngste Rückgang
kaum zu erkennen. Auch wenn ein Anstieg bis auf 10000 noch immer möglich
ist, bedeuten die Kursverluste der Vorwoche einen Rückschlag für
die Bullen. Denn das Ziel von 10000 Punkten war zum Greifen nah. Denkbar ist
aber auch, dass viele Marktteilnehmer von einer Korrektur bei 10000 ausgegangen
sind, und daher kurz vor Erreichen dieser Marke niemand mehr kaufen wollte.
Dann könnte nun eine stärkere Korrektur folgen. Aufgrund des kräftigen
Anstiegs, der einer Fahnenstange ähnelte, findet sich die nächste
tragfähige Unterstützung erst wieder bei 8000 Punkten.
Die
Übertreibung in Form des Ausbruchs nach oben aus dem kurzfristigen Aufwärtstrendkanal
mündete nun, wie häufig, in eine Korrektur. Die Notierung ist jetzt
in etwa in der Mitte des Trendkanals angelangt. Der MACD drehte am Freitag
auf Verkaufen, und auch der Stochastik Oszillator weist noch klar abwärts.
Dies lässt weitere Kursverluste erwarten. Fällt der Nasdaq 100 auch
nach unten aus dem Trendkanal, dessen untere Begrenzung zu Wochenbeginn bei
rund 9230 liegt, müssen sich Anleger wohl tatsächlich auf eine größere
Korrektur einstellen.
Gut denkbar, dass die Anleger bereits kurz vor Erreichen der 10000 kalte Füße
bekamen und somit eine stärkere Korrektur eingeleitet wurde. Für
die kommende Woche drohen daher weiter sinkende Notierungen bei den US-Technologiewerten.
Die Chancen auf einen Durchmarsch bis auf 10000 sind mit der Entwicklung der
vergangenen Woche deutlich gesunken.

Autor: Oliver Schultze