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Warten auf den Ausbruch
Nasdaq-Analyse vom 15.11.2020

Zu
Beginn der vergangenen Woche gelang dem Nasdaq 100 ein Satz nach oben. Dieses
Niveau konnte der Index jedoch schon im Tagesverlauf nicht verteidigen und
beendete den Tag in der Nähe des Tagestiefs. Im weiteren Wochenverlauf
folgte per Saldo eine Seitwärtsbewegung. Im Vergleich der Freitagsschlusskurse
ein Rückgang um 154 Punkte bzw. 1,3 Prozent.
Im mittleren Chart auf Wochenbasis ist ein leichter Fehlausbruch auf der Oberseite
des Dreiecks zu erkennen. Dies ist eher bearish zu deuten. Allerdings folgten
darauf keine gravierenden Kursverluste, und das Allzeithoch ist immer noch
in greifbarer Nähe. Daher ist nicht ausgeschlossen, dass der Nasdaq 100
doch noch über sein Allzeithoch bei 12439 springt und damit ein Kaufsignal
auslöst. Geben die Kurse der Technologiewerte in der kommenden Woche
jedoch nach, gilt das Augenmerk eher der unteren Dreiecksbegrenzung. Diese
verläuft aktuell bei rund 11100. Ein Ausbruch nach unten wäre ein
bearishes Signal.
Der
Chart auf Tagesbasis zeigt, dass die nach dem Fehlausbruch zu erwartenden
Kursverluste nur bis Dienstag andauerten. Anschließend drehte die Notierung
aufwärts und näherte sich wieder der oberen Dreieckslinie. Damit
ist die charttechnische Lage nun offen. Anleger sollten warten, bis der Index
nachhaltig aus dem Dreieck ausgebrochen ist. Vorsichtshalber ist sogar Geduld
angesagt, bis die seit August bestehende Handelsspanne zwischen 10678 und
12439 verlassen wurde.
Insofern sollten sich Anleger jetzt in Lauerstellung begeben, das Pulver aber
noch trocken halten. Ein neues Signal entsteht mit dem Verlassen des Dreiecks
bzw. dem Ausbruch aus dem Bereich 10678/12439.

Autor: Oliver Schultze