Nasdaq Composite-Analyse vom 03.10.2004

sowie im Anschluss Update vom 06.10.

Chart seit 1990, Wochenchart seit 2002 und Chart seit Dezember 2003


Schlußkurse seit 1990

Bis einschließlich Donnerstag orientierte sich der compx an unserer technischen Einschätzung, dass keine wesentlichen Kursveränderungen zu erwarten sind. Am Freitag aber startete der Index durch und knackte sogar den Widerstand bei 1930 Zählern, so dass ein Wochenplus von 63 Zählern bzw. 3,4 Prozent zu verzeichnen war.

In den beiden oberen Schaubildern ergeben sich dadurch aber noch keine klaren Signale. Die Notierung steht im Bereich der bekannten Widerstands-/Unterstützungszone 1930/40, um die der compx in der Vergangenheit bereits mehrfach oszillierte. Im Wochenchart liegt zudem ein Kreuzwiderstand bei knapp 2000 Zählern, dort treffen die seit Jahresbeginn gültige Abwärtstrendlinie und der (nach unten durchbrochene) Aufwärtstrend seit Oktober 2002 aufeinander. Ein rascher Durchmarsch in deutlich höhere Regionen erscheint damit unwahrscheinlich.

WochenCandles seit Januar 2000

Im Tageschart schwenkte zwar der MACD am Freitag auf Kaufen, allerdings ist der Stochastik bereits wieder überkauft und vor allem durchstiess der compx das obere Bollinger Band - in der jüngsten Vergangenheit führte dies regelmäßig zumindest zu einer Konsolidierung. Ausserdem liegt bei rund 1960 Zählern noch ein Widerstand, der sich von der Kursbewegung im Juni/Juli herleiten lässt.

Auch wenn der Anstieg der Vorwoche erfreulich ist, dürfte die Luft nun schon bald wieder dünn werden. Behauptet der compx zu Wochenbeginn das Niveau, liegen die nächst höheren Widerstände bei 1960 und knapp 2000 Punkten; letzterer ist aber mehr ein Kursziel für große Optimisten. Bekommen die Bullen schnell wieder kalte Füße, könnte der Index bis auf knapp 1900 Zähler korrigieren.

Tages-Chart seit März 2003

 

Update vom 06.10. (Kurzfristchart aktualisiert):

Nach dem starken Freitag legte der compx in der laufenden Woche kontinuierlich weiter zu und knackte zur Wochenmitte auch den Widerstand bei 1960 Zählern.

Das untere Schaubild verdeutlicht allerdings, dass die Notierung nun in Reichweite eines mehrfachen Kreuzwiderstands angelangt ist: Zwischen dem aktuellen Indexstand und der psychologisch bedeutenden 2000er-Marke verlaufen noch die seit Jahresbeginn gültige Abwärtstrendlinie und die obere Begrenzung des Aufwärtstrendkanals, der seit August besteht.

In Verbindung mit dem deutlich überkauften Stochastik deutet diese Konstellation zumindest auf eine Konsolidierung hin. Ein direkter Durchbruch der 2000 nach oben erscheint aus unserer Sicht unwahrscheinlich und würde letztlich nur das Rückschlagpotenzial vergrößern. Daher könnten die Kurse noch etwas zulegen, Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende sollten jedoch nicht überraschen.

Strategie: Den Stopp der Calls jetzt recht eng auf 1960 (NDX: 1465) nachziehen.

 

Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz


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