Im unteren Schaubild hat sich der DAX mit dem kräftigen
Plus vom Freitag eindrucksvoll über die Widerstände bei 3930
und 3980 hinweggesetzt und kratzt nun an der 4000er-Marke. Während
der MACD kurz vor einem Kaufsignal steht und der Stochastik noch im neutralen
Bereich steigt, was ein recht bullishes Indikatorenbild ergibt, ist die
Notierung bereits am oberen Bollinger Band angelangt. Zudem wäre
eine kleine Verschnaufpause nach der Rallye am Freitag nicht verwunderlich.
Daher dürfte sich der Kursaufschwung in dieser Form kaum fortsetzen.
Noch besteht Potenzial nach oben, die nächsten Widerstände (die
aber keineswegs zwingend erreicht werden) liegen bei 4000, 4070 und 4175
Zählern. Etwaige Korrekturen sollten im Bereich der 3930 stoppen.

Update vom 06.10. (Kurzfristchart aktualisiert):
Tatsächlich legte der DAX in der ersten Wochenhälfte weiter zu, wobei die Dynamik täglich abnahm. Den Widerstand bei 4070 testete der Index nur intraday (und bisher erfolglos).
Der Tageschart zeigt, dass die Blue Chips im Bereich der seit Jahresbeginn gültigen Abwärtstrendlinie angelangt sind. Ein Durchbruch nach oben ist zwar nicht auszuschliessen, würde aber zunächst nur Potenzial bis zum Julihoch bei ~4100 und dann bis zum Jahreshoch bei 4175 eröffnen.
Angesichts der unmittelbaren Nähe zum oberen Bollinger Band und dem überkauften Stochastik dürften die Bäume in der zweiten Wochenhälfte aber nicht in den Himmel wachsen. Auch wenn der DAX noch etwas klettern könnte, wächst doch die Gefahr eine kurzfristigen Korrektur.
Strategie: Nun sollte der Stopp der Calls zur Gewinnsicherung auf 4030 (close) nachgezogen werden.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz