DAX-Analyse vom 03.10.2004

sowie im Anschluss Update vom 06.10.

Chart seit 1977, Chart seit Januar 2002 und Chart ab Dezember 2003


Langfristchart seit 1977

In der Vorwoche setzten zunächst die erwarteten Kursrückgänge ein, der DAX fiel auf unter 3850 Zähler. Zur Wochenmitte drehte der Index nach oben und erzielte dann insbesondere dank des sehr starken Freitags Gewinne, die im Vergleich zur Vorwoche mit 85 Punkten bzw. 2,2 Prozent recht ansehnlich ausfielen.

Die seit Jahresbeginn andauernde Seitwärtsbewegung setzte sich somit fort. Nachdem die Notierung die letzten Wochen in recht enger Spanne um die gleitende 200-Tage-Linie schwankte, steht der DAX aktuell nun wieder leicht über dieser Linie, die derzeit bei 3942 verläuft. Im mittleren Schaubild stiess der DAX bis in Richtung der oberen Linie (derzeit bei rund 4070) des leicht abwärts geneigten Trendkanals vor, der um die Kursbewegung seit Jahresbeginn liegt. Das obere Bollinger Band auf Wochenbasis, knapp darüber und leicht steigend, böte sogar Raum bis auf rund 4100 Zähler. Auch wenn ein Ausbruch aus dem Trendkanal positiv wäre, müsste für ein mittelfristiges Kaufsignal noch das Jahreshoch bei 4175 Punkten geknackt werden.


Wochencandles seit Januar 2000

Im unteren Schaubild hat sich der DAX mit dem kräftigen Plus vom Freitag eindrucksvoll über die Widerstände bei 3930 und 3980 hinweggesetzt und kratzt nun an der 4000er-Marke. Während der MACD kurz vor einem Kaufsignal steht und der Stochastik noch im neutralen Bereich steigt, was ein recht bullishes Indikatorenbild ergibt, ist die Notierung bereits am oberen Bollinger Band angelangt. Zudem wäre eine kleine Verschnaufpause nach der Rallye am Freitag nicht verwunderlich.

Daher dürfte sich der Kursaufschwung in dieser Form kaum fortsetzen. Noch besteht Potenzial nach oben, die nächsten Widerstände (die aber keineswegs zwingend erreicht werden) liegen bei 4000, 4070 und 4175 Zählern. Etwaige Korrekturen sollten im Bereich der 3930 stoppen.

kurzfristiger TagesChart

 

Update vom 06.10. (Kurzfristchart aktualisiert):

Tatsächlich legte der DAX in der ersten Wochenhälfte weiter zu, wobei die Dynamik täglich abnahm. Den Widerstand bei 4070 testete der Index nur intraday (und bisher erfolglos).

Der Tageschart zeigt, dass die Blue Chips im Bereich der seit Jahresbeginn gültigen Abwärtstrendlinie angelangt sind. Ein Durchbruch nach oben ist zwar nicht auszuschliessen, würde aber zunächst nur Potenzial bis zum Julihoch bei ~4100 und dann bis zum Jahreshoch bei 4175 eröffnen.

Angesichts der unmittelbaren Nähe zum oberen Bollinger Band und dem überkauften Stochastik dürften die Bäume in der zweiten Wochenhälfte aber nicht in den Himmel wachsen. Auch wenn der DAX noch etwas klettern könnte, wächst doch die Gefahr eine kurzfristigen Korrektur.

Strategie: Nun sollte der Stopp der Calls zur Gewinnsicherung auf 4030 (close) nachgezogen werden.

 

Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz


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