Dow Jones-Analyse vom 06.09.2003

sowie im Anschluß Update vom 10.09.

Chart seit 1982, 3-Jahres- und 6-Monats-Chart

Schlußkurse seit 1982

In der vergangenen Handelswoche konnte der Dow um 87,5 Punkte oder knapp 1 Prozent zulegen. Ohne die Gewinnmitnahmen am Freitag hätte das Plus fast doppelt so hoch gelegen. Im Intra-day-Handel am Donnerstag arbeiteten sich die US-Blue Chips bis 9609 Punkte hinauf. Bricht der Index diese Marke, so wäre das als Bestätigung des neuen Aufwärtstrends anzusehen.

Noch ist es allerdings nicht so weit. Der Kursrückschlag vor dem Wochenende ließ den Dow wieder auf die (schwache) Unterstützung zurückfallen, die sich aus dem Zwischenhoch Mitte August ergibt.
Also kommt es zu Wochenbeginn nun darauf an, dass der Index nicht unter die schmale Zone oberhalb von 9436 Punkten fällt. Sonst wäre weiterer Konsolidierungsbedarf zu befürchten. Die nächst tiefere Unterstützung wartet im Bereich von 9300 Punkten.

3-Jahres-Wochencandles

Die Indikatoren zeigen ein gemischtes Bild: Der MACD im unteren Bild (der für einen Trendmarkt die entscheidendere Bedeutung hat), zeigt weiterhin aufwärts. Dabei hat sich der Indikator noch nicht sonderlich weit von seiner (gestrichelten) Signallinie gelöst.
Der Stochastik hingegen hat dank der Kursentwicklung am Freitag im überkauften Bereich nach unten gedreht und markiert damit ein kurzfristiges Verkaufsignal.

Für Anleger sollte der Stochastik in der gegenwärtigen Situation jedoch nicht ausschlaggebend sein. Als gute Absicherung gegen eine fortgesetzte Kosolidierung empfiehlt sich für Besitzer von Calls, diese bei 9436 Punkten nach unten abzusichern.

6-Monats-Tagescandles


Update vom 10.09. (Kurzfristchart aktualisiert):

Nach einem erfolgversprechenden Auftakt zu Wochenbeginn fehlten die Anschlussorders, die den Dow über das genannte Hoch bei 9609 Punkten zu heben vermocht hätten. Daraufhin nahmen die Anleger Gewinne mit, und der Index fiel bis Mittwoch durch die Unterstützungszone zwischen 9436 und 9500 Zählern.

Technisch ist das als Verkaufsignal für bestehende Calls zu werten. Anleger sollten eine (wahrscheinliche) Aufwärtsreaktion im Verlauf des Donnerstags für einen Ausstieg nutzen.

 

Autor: Lutz Mathes / Büro Dr. Schulz



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