DAX-Analyse vom 09.10.2004

sowie im Anschluss Update vom 13.10.

Chart seit 1977, Chart seit Januar 2002 und Chart ab Dezember 2003


Langfristchart seit 1977

In der Vorwoche nutzte der DAX zunächst noch das restliche Potenzial nach oben aus, nach dem Durchbruch der 4000er-Marke kletterte die Notierung bis etwa zum nächst höheren Widerstand bei 4070 Zählern. Dort drehte der Index dann nach unten, so dass im Vergleich zum Freitag der Vorwoche nur noch ein Zuwachs um 20 Punkte oder 0,5 Prozent verblieb.

Im Schaubild auf Wochenbasis drehte die Notierung praktisch punktgenau an der seit Jahresbeginn gültigen Abwärtstrendlinie nach unten. Das obere Bollinger Band, derzeit bei 4117 Zählern, erreichte der DAX nicht. Die Wochenkerze mit dem recht langen Docht könnte gemäß der klassischen Candlestick-Theorie nun eine Abwärtsbewegung eingeläutet haben, wie zuvor schon Anfang Juni. Im Gegensatz dazu standen die Wochencandles mit langen Lunten am Beginn einer Aufwärtsbewegung, siehe März und Mai. Die nächste Unterstützung liegt im Wochenchart erst auf Höhe des mittleren Bollinger Bandes bei aktuell rund 3900 Punkten.


Wochencandles seit Januar 2000

Auch das untere Schaubild deutet jetzt auf fallende Notierungen hin. Neben dem Scheitern an der Abwärtstrendlinie, die an der Kursbewegung seit Januar anliegt, prallte der DAX auch am oberen Bollinger Band nach unten ab. Der MACD dürfte bei weiter nachgebenden Kursen zügig auf Verkaufen drehen, der Stochastik schnitt bereits am Donnerstag seine Signallinie. Zahlreiche Supports sollten jedoch den Rückzug im Rahmen bzw. die Bären im Zaum halten: Die 4000er-Marke, das mittlere Bollinger Band bei 3960, der GD200 bei 3946 und die horizontale Linie bei 3920/30 bieten fallenden Kursen Unterstützung.

Steigende Notierungen erscheinen uns für die kommende Woche unwahrscheinlich. Nur wenn sich der DAX deutlich über 4070 hinwegsetzt, bietet sich Raum bis zum Jahreshoch bei 4175 Zählern. Realistischer ist aber ein sinkender Index, wobei der Rückgang keine Crash-artigen Ausmasse annehmen dürfte.

kurzfristiger TagesChart

 

Update vom 13.10. (Kurzfristchart aktualisiert):

Bisher wurde die obige Prognose zur Realität, der DAX büsste knapp ein Prozent ein, der GD200 bremste am Dienstag den Kursverfall und auch der MACD drehte nun auf Verkaufen.

Die Notierung könnte auch in der zweiten Wochenhälfte weiter nachgeben, eine Aufwärtsreaktion liegt trotz des überverkauften Stochastik noch nicht in der Luft. Ein allzu heftiger Rückgang deutet sich weiterhin nicht an. Sollte der Support bei 3920/30 nicht halten, liegt die nächst tiefere Unterstützung bei rund 3850. Dort verläuft zur Zeit auch das untere Bollinger Band.

Strategie: Stopp der Puts jetzt bei 4000 setzen und bei Schlusskursen unter 3920 auf 3930 nachziehen.

 

Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz


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