Nasdaq Composite-Analyse vom 15.02.2004
sowie im Anschluß Update vom 18.02.

Zunächst kletterte der compx in der Vorwoche nach oben, liess
dann aber in der zweiten Wochenhälfte wieder merklich Federn. Die
im Update genannte kritische Marke von 2050 Zählern testete der
Index punktgenau. Im Vergleich der Freitagsschlusskurse war ein Minus
von 10 Punkten oder 0,5 Prozent zu verzeichnen.
Im mittelfristigen Wochenchart ist der compx nun aus dem Aufwärtstrendkanal
gefallen, der seit März letzten Jahres Bestand hatte. Bereits in
der Woche zuvor wurde die untere Linie angeknackst, aber gerade noch
behauptet. Ein Vorstoss bis zu der horizontalen Widerstandslinie bei
2100 Zählern misslang erneut. Mit Blick auf das mittlere Schaubild
ist ein Rückgang bis zu der Unterstützung bei rund 1930 Punkten
zu befürchten, solange sich die Notierung nicht mit einem Sprung
über 2100 aus der kritischen Lage befreit.

Auch im unteren Chart deutet wenig auf steigende Kurse hin, insbesondere
die Indikatorenlage ist nicht gerade erfreulich: Das bestehende Verkaufsignal
des MACD erhielt durch den jüngsten Rücksetzer neue Nahrung,
der Stochastik schwenkte vor kurzem nach unten und schnitt seine Signallinie.
Im Kampf gegen das mittlere Bollinger Band gab sich der compx am Freitag
geschlagen.
Nachdem sich der Ausbruch nach oben aus dem Trendkanal im Januar als Fehlausbruch
entpuppte und entsprechend deutliche Verluste folgten, war der Dreh nach
oben schon oberhalb der unteren Trendkanalbegrenzung im Februar positiv
zu werten. Allerdings war die Bewegung nur kurz, was eher auf eine technische
Gegenreaktion innerhalb der Abwärtsbewegung hindeutet.
Insofern sollte jetzt eher der Bereich um 2000 Punkte anvisiert werden,
der aus dem unteren Schaubild als mehrfache Unterstützung hervorgeht.
Auf steigende Notierungen und einen Test des Jahreshochs darf erst wieder
gehofft werden, wenn der Nasdaq über 2100 Punkte klettert.

Update vom 18.02. (Kurzfristchart aktualisiert):
Recht gut gelaunt kehrten die Anleger nach dem Feiertag am Montag an die Börse zurück, entgegen der hier geäußerten Erwartung legte der compx im bisherigen Wochenverlauf gut ein Prozent zu.
Die 2000er-Marke ist damit in etwas weitere Ferne gerückt, bisher scheiterte der Index aber schon knapp unterhalb des Hochs der Vorwoche. Damit kann, auch unter Berücksichtigung der weiterhin negativen Indikatorenlage, noch kein Kaufsignal konstatiert werden. Solange die Notierung nicht über 2100 klettert, droht noch immer ein Rückgang.
Strategie: Kein Handlungsbedarf.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz