
Bis Mittwoch vergangener Woche trieben Käufe den Dow auf ein neues Hoch. Doch dann bröckelten die Kurse wieder, so dass per Saldo nur ein geringer Wochengewinn von 34,8 Punkten (0,3 Prozent) stehen blieb.
Das mittlere Schaubild verdeutlicht, dass der Index damit schon zum zweiten
Mal an der Widerstandslinie bei ~10.670 Punkten scheiterte. Noch ist allerdings
die Anfang 2003 begonnene Aufwärtstrendlinie intakt.

Der Chart auf Tagesbasis spricht kurzfristig noch nicht für wieder steigende
Kurse. Vor allem das Verkaufsignal beim Stochastik Oszillator mahnt zur Vorsicht.
Der MACD bietet ein neutrales Bild. Nach klassischer Charttheorie ist ein Kursrückgang
auf die Unterstützung bei 10.400 Punkten allerdings noch keine ausgemachte
Sache. Das am Freitag im Tief erreichte Niveau von 10.600 Punkten erwies sich
Anfang und Mitte Januar, sowie in der 2. Februarwoche jeweils als Widerstand,
so dass sich zusammen mit der ebenfalls auf diesem Niveau verlaufenden Mittellinie
des Bollinger-Bandes nun eine (schwache) Unterstützung ergeben könnte.
Kommen die US-Blue-Chips zum Wochenauftakt unter Druck, können Anleger
auf einen erneuten Test der nächst tieferen Unterstützung bei 10.400
Punkten setzen. Doch ungeachtet des Verkaufsignals im Stochastik ist auch eine
Seitwärtstendenz auf dem aktuellen Niveau nicht unwahrscheinlich.

Update vom 18.02. (Kurzfristchart aktualisiert):
Nach der feiertagsbedingten Pause (Washington's Birthday) startete der Dow positiv in die Woche, prallte dann aber erneut an der Widerstandsmarke um 10705 (Januar-Hoch) ab. Damit ergibt sich dem letzten Update gegenüber aus technischer Sicht nichts Neues. Der MACD liefert weiterhin kein Signal und der Stochastik zeigt weiterhin abwärts.
Sollte jedoch der Sprung auf neue Hochs gelingen, wäre
das positiv zu werten.
Autor: Lutz Mathes / Büro Dr. Schulz