
In der vergangenen Handelswoche legte der EuroStoxx zunächst kräftig zu, konnte aber bis Freitag nur 27,2 Punkte (knapp ein Prozent) ins Wochenende retten. Damit blieben die europäischen Blue Chips in der Widerstandszone um 2900 Punkte gefangen.
Im Schaubild auf Wochenbasis steht nun eine Entscheidung vor der Tür,
ob der EuroStoxx Kursindex über diese Chartmarke vordringen kann, oder
aber seinen mittelfristigen Aufwärtstrend verlassen muss, was negativ zu
werten wäre.

Für letzteres spricht der untere Chart, der zeigt, dass der Index nach
dem Bruch seines 4-monatigen Aufwärtstrend noch einmal von unten an diese
Linie zurückkehrte ("Pullback"), sich aber nun wieder auf dem
Weg nach unten befindet. Das in der Vorwoche an dieser Stelle erhoffte Kaufsignal
im MACD blieb aus. Zusammen mit dem Hochpunkt von Ende Januar droht auf Tagesbasis
eine Doppeltop-Formation, die allerdings erst mit dem Bruch der Unterstützung
bei 2800 Punkten vollendet wäre.

Update vom 18.02. (Kurzfristchart aktualisiert):
Zwar startete der EuroStoxx 50 Kursindex freundlich in die neue Börsenwoche, doch die an dieser Stelle geäußerten Zweifel vermochte er damit nicht zu zerstreuen. Die Notierung blieb unter der genannten Trendlinie (Kurzfrist-Schaubild), allein der Stochastik zeigt nicht mehr nach unten. Hier handelt es sich allerdings um kein Kaufsignal, da der Indikator oberhalb seiner überverkauften Zone (20 Punkte) nach oben drehte.
Die Lage bleibt damit wacklig - erst ein Ausbruch über
die alten Hochs bei ~2900 Punkten wäre positiv zu werten.
Autor: Lutz Mathes / Büro Dr. Schulz