Auch im unteren Chart auf Tagesbasis verfehlte der DAX das
obere Bollinger Band. Zuletzt durchbrach die Notierung auch den steilen
Aufwärtstrend, der seit Mitte August bestand, nach unten. Nach dem
Fall unter den Support bei 3930 Zählern konnte einzig das mittlere
Bollinger Band, der eGD20, den Kursverfall aufhalten. Der MACD quittierte
den deutlichen Rückgang mit einem frischen Verkaufsignal, während
der Stochastik sich allerdings schon wieder mit Riesenschritten der überverkauften
Zone nähert. Unmittelbar steigende Kurse lassen sich daraus jedoch
noch keineswegs ableiten.
Praktisch alle Zeitebenen deuten nun auf weiter nachgebende Notierungen
hin. Das mittlere Bollinger auf Wochenbasis als nächst tieferer Support
verläuft aktuell bei 3880 Zählern. Im Tageschart liegt die nächste
Unterstützung sogar erst wieder bei 3800/20 Punkten. Ein Rückgang
bis in diesen Bereich erscheint uns denkbar. Sollte der DAX dagegen etwas
überraschend zu einer Aufwärtsreaktion ansetzen, liegen die
nächsten Widerstände bei 3930/40 und vor allem 4000 Zählern.

Update vom 29.09. (Kurzfristchart aktualisiert):
Bis in den Dienstag hinein folgte der DAX unserer eher negativen Prognose und fiel zwischenzeitlich unter 3850 Zähler. Dann aber drehte der Index im Sog der US-Märkte nach oben und kitzelte sogar schon wieder an der 200-Tage-Linie.
Nachdem den Bären schnell die Kraft ausging, könnten die deutschen Blue Chips nun einen weiteren Angriff auf die 4000er-Marke unternehmen. Signal hierfür wäre der Sprung über den Widerstand bei 3930 Punkten.
Strategie: Die Puts sollten jetzt vorsichtshalber schon vor Erreichen der Stopp-Marke glattgestellt werden. Mutige setzen nun auf Calls, und bei am Donnerstag steigendem DAX den Stopp auf 3930.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz