DAX-Analyse vom 26.09.2004

sowie im Anschluss Update vom 29.09.

Chart seit 1977, Chart seit Januar 2002 und Chart ab Dezember 2003


Langfristchart seit 1977

Nach etwas unentschlossenem Wochenbeginn und erneutem Scheitern an der 4000er-Marke setzte der DAX dann zur Wochenmitte zur längst erwarteten Korrektur an. In der zweiten Wochenhälfte setzten sich die Verluste fort, im Wochenvergleich ein Rückgang um 78 Punkte bzw. 2,0 Prozent.

Der Ausflug über den GD200 währte damit nur kurz, die Notierung ist schon wieder unter die gleitende Durchschnittslinie zurückgefallen. Im mittleren Schaubild scheiterte der Index sowohl unterhalb der seit Jahresbeginn gültigen Abwärtstrendlinie, als auch schon vor Erreichen des oberen Bollinger Bandes. Aus charttechnischer Sicht ist dies eher ein Zeichen der Schwäche, das negativ zu werten ist.


Wochencandles seit Januar 2000

Auch im unteren Chart auf Tagesbasis verfehlte der DAX das obere Bollinger Band. Zuletzt durchbrach die Notierung auch den steilen Aufwärtstrend, der seit Mitte August bestand, nach unten. Nach dem Fall unter den Support bei 3930 Zählern konnte einzig das mittlere Bollinger Band, der eGD20, den Kursverfall aufhalten. Der MACD quittierte den deutlichen Rückgang mit einem frischen Verkaufsignal, während der Stochastik sich allerdings schon wieder mit Riesenschritten der überverkauften Zone nähert. Unmittelbar steigende Kurse lassen sich daraus jedoch noch keineswegs ableiten.

Praktisch alle Zeitebenen deuten nun auf weiter nachgebende Notierungen hin. Das mittlere Bollinger auf Wochenbasis als nächst tieferer Support verläuft aktuell bei 3880 Zählern. Im Tageschart liegt die nächste Unterstützung sogar erst wieder bei 3800/20 Punkten. Ein Rückgang bis in diesen Bereich erscheint uns denkbar. Sollte der DAX dagegen etwas überraschend zu einer Aufwärtsreaktion ansetzen, liegen die nächsten Widerstände bei 3930/40 und vor allem 4000 Zählern.

kurzfristiger TagesChart

 

Update vom 29.09. (Kurzfristchart aktualisiert):

Bis in den Dienstag hinein folgte der DAX unserer eher negativen Prognose und fiel zwischenzeitlich unter 3850 Zähler. Dann aber drehte der Index im Sog der US-Märkte nach oben und kitzelte sogar schon wieder an der 200-Tage-Linie.

Nachdem den Bären schnell die Kraft ausging, könnten die deutschen Blue Chips nun einen weiteren Angriff auf die 4000er-Marke unternehmen. Signal hierfür wäre der Sprung über den Widerstand bei 3930 Punkten.

Strategie: Die Puts sollten jetzt vorsichtshalber schon vor Erreichen der Stopp-Marke glattgestellt werden. Mutige setzen nun auf Calls, und bei am Donnerstag steigendem DAX den Stopp auf 3930.

 

Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz


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