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Chartbüro Dr. H.-D. Schulz Chartanalysen
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Bisher nur ein Dämpfer für die Bullen
DAX-Analyse vom 01.09.2013
Der DAX startete zunächst etwas
fester in die vergangene Woche, fiel dann jedoch ab Dienstag deutlich ab.
Am Mittwoch rutschte der Index dann auch aus der seit Mitte Juli bestehenden
Schiebezone. Am Ende der Woche stand ein satter Rückgang im Vergleich
der Freitagsschlusskurse von 314 Punkten bzw. 3,7 Prozent zu Buche.
Die Kursverluste sind zwar ein klarer Dämpfer für die Bullen, noch
ist die Lage aber alles andere als brenzlig. Die Notierung kämpft mit
dem Hoch vom März 2000 bei 8136 Zählern, welches anschließend
viele Jahre lang als Allzeithoch in die Geschichte einging. Im mittleren Chart
auf Wochenbasis ist zudem der seit September 2011 gültige Aufwärtstrend
ersichtlich, der aktuell bei knapp 8000 verläuft. Solange diese Trendlinie
verteidigt wird, bleibt für die Bullen alles im grünen Bereich -
ein nachhaltiger Durchbruch nach unten hingegen wäre sehr bearish.
Der untere Chart zeigt, dass der Index nach
dem Ausbruch aus der rund sechswöchigen Schiebezone keineswegs in den
freien Fall überging. Die Kursverluste stoppten bereits oberhalb des
Supports bei 8074, der sich vom Hochpunkt im März herleitet. Ein Rückgang
bis zu dieser Unterstützung ist jedoch gut denkbar, denn in diesem Bereich
befindet sich auch noch eine Kurslücke aus der ersten Julihälfte,
die bisher nur teilweise geschlossen wurde. Dann bereiten jedoch die Nähe
zum unteren Bollinger Band und der schon wieder in die überverkaufte
Zone eingedrungene Stochastik Oszillator Hoffnung auf eine Aufwärtsreaktion.
Nachdem sich der deutsche Leitindex etliche Wochen lang unterhalb seines Allzeithochs
abquälte, rutschte er nun also eine Etage tiefer. Ob dies den Beginn
einer neuen Abwärtsbewegung darstellt oder der DAX lediglich Luft holt,
um einen neuen Angriff auf das Allzeithoch zu wagen, steht noch nicht fest.
Aufgrund der intakten Aufwärtstrends liegt der Vorteil jedoch bei den
Bullen. Um diese Einschätzung nicht zu gefährden, sollte der Index
jetzt nicht wesentlich unter die 8000er-Marke fallen.

Autor: Oliver Schultze