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Chartbüro Dr. H.-D. Schulz Chartanalysen
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Widerstand erreicht
Wöchentliche Öl-Analyse
vom 02.09.2013
Mit einem gewaltigen Satz nach oben sprang das Öl (am Dienstag) in die
vergangene Woche. Der von uns an dieser Stelle betrachtete Zeitraum von Montag
bis Montag zeigt ein Kursplus von 3,95 Dollar pro Barrel, das sind 3,6 Prozent.
Zuletzt bröckelte die Notierung wieder leicht ab. Erfreulicherweise erst
nach dem Test der von uns bei rund 116 Dollar grau eingezeichneten schmalen
Widerstandszone, die damit ihre Relevanz bestätigte. Die von uns bereits
in der vergangenen Woche beschriebene (und auf Leserwunsch nun auch eingezeichnete)
Keilformation wurde anschaulich nach oben aufgelöst. Das passiert selten
und ist bullish zu werten.
Obwohl nun neben dieser positiven Chartkonstellation auch der MACD wieder
Fahrt aufnehmen konnte, spricht die Erfahrung dafür, angesichts des satten
Kurssprunges nun zunächst vorsichtig zu werden. Konkret also, zunächst
die Gewinne bei den Calls mitzunehmen. Das Chance-Risiko-Verhältnis für
Long-Positionen würde aus technischer Sicht erst wieder besser, wenn
der Brent Index für das Nordseeöl auch die genannte Widerstandszone
und das darüber liegende Februar-Hoch bei knapp 119 Dollar überwinden
könnte. Möglich wäre das zwar, aber plausibler erscheint uns
nun zunächst eine Konsolidierung an bzw. unterhalb dieser Marke. In dieser
Zeit würden Optionsscheine erst einmal Aufgeld abbauen und Anleger dadurch
Geld einbüßen.
Nach einer oberen Trendwende sieht es aber auch noch nicht aus. Daher spricht
die klassische Charttheorie am ehesten dafür, nur Gewinne mit zu nehmen
und zunächst abzuwarten.
Autor: Lutz Mathes