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01.02.2009: Es wird schon wieder eng

langfristiger Chart


Der Dow konnte in der ersten Wochenhälfte wie erwartet zulegen. Am Donnerstag ging es dann aber erneut abwärts und am Freitag setzte der weltweit am meisten beachtete Index einmal mehr auf dem unteren Rand der eingezeichneten Supportzone zwischen 7960 und 8200 Punkten auf. Der Wochenvergleich (Freitagsschlusskurse) zeigt eine Performance von Minus 76,7 Punkten (knapp ein Prozent Verlust).

Der Dow präsentiert sich damit klar in technischer Schwäche. Die amerikanische Regierung wird zwar nichts unversucht lassen, in dieser entscheidenden Phase nun erneut den Markt mit möglichst effektiven Interventionen zu stützen (z.B. einer Bad Bank), doch politische Entscheidungen haben den Nachteil, dass die Umsetzung von Ideen einige Zeit in Anspruch nehmen. Gelingt der neuen US-Regierung also am Montag kein wirtschaftspolitisches (oder zumindest -rhetorisches) Kunststück, so spricht der untere Chart am ehesten für einen Bruch der bereits am Freitag im Verlauf fast punktgenau getroffenen Supportmarke bei 7960 Zählern.


mittelfristiger Chart

Diese Einschätzung wird von allen drei technischen Indikatoren im unteren Schaubild gestützt: Der MACD auf Tagesbasis konnte in den letzten Wochen ohnehin zu keinem Zeitpunkt ein Kaufsignal generieren. Der Stochastik hat frisch auf Verkaufen gedreht. Und die Bollinger-Band Theorie legt nach dem Abpraller an der Mittellinie am Mittwoch zumindest auch keine elanvoll steigenden Kurse nahe.

Wer noch Calls im Depot hat, sollte dieser aus technischer Sicht weiterhin streng bei 7960 Punkten nach unten per Stopp-Loss absichern. Angesichts der eher bearishen Gesamtsituation können Anleger nun auch ein Stopp-Buy für Puts im Bereich von 7950 Punkten (oder etwas tiefer) platzieren. Sollte der Dow nachhaltig unter die aktuelle Chartbegrenzung fallen, wird das mit Sicherheit eine Verkaufs-/Absicherungslawine unter den Marktteilnehmern auslösen. Der Test des nächst tieferen Supports aus dem November zwischen 7449 und 7552 Punkten ließe dann nicht lange auf sich warten.
Gegen dieses Szenario spricht eigentlich nur der eiserne Wille der US-Regierung, das bestehende System zur Not auch mit fragwürdigen Methoden zu reinflationieren, um den amerikanischen Markt im Vergleich mit dem Rest der Welt zumindest als Einäugigen unter Blinden dastehen zu lassen (und so den Nachschub an Kapital sicherzustellen, auf den die USA so dringend angewiesen sind). Anleger sollten daher sicherheitshalber auch bei einem Absturz unter die wichtige Supportmarke von 7960 Punkten nicht mit zu viel Einsatz auf fallende Kurse verwetten.

kurzfristiger Chart

Autor: Lutz Mathes



RBS Dow-Zertifikate: