Nasdaq Composite-Analyse vom 03.04.2004
sowie im Anschluß Update vom 07.04.

In der Vorwoche nutzte der compx das Erholungspotenzial bis rund 2000
Zähler schnell aus und konsolidierte dann kurzzeitig. Am Donnerstag
knackte der Index, eher überraschend, auch diesen Widerstand und
schnellte mit Hilfe dieses Kaufsignals am Freitag nochmals kräftig
nach oben. Im Vergleich der Freitagsschlusskurse ein ordentlicher Gewinn
von 97 Zählern bzw. 4,9 Prozent.
Damit gelang dem compx, wie aus dem mittleren Chart auf Wochenbasis
ersichtlich, der Ausbruch aus dem seit Januar bestehenden Abwärtstrend
sowie der Sprung über das mittlere Bollinger Band. Dies sind positive
Anzeichen, die zunächst Potenzial bis zu dem nächst höheren
Widerstand bei 2100 Zählern freisetzen. Darüber bestünde
sogar Raum bis zum Jahreshoch bei 2154.

Im unteren Chart ist schön zu sehen, wie das Knacken des Kreuzwiderstands
bei 2000 Punkten zu sehr dynamischen Kursgewinnen führte. Am Freitag
landete der compx fast punktgenau auf dem oberen Bollinger Band. Rein
charttechnisch betrachtet ist jetzt der Weg bis knapp 2100 Zähler
frei: Dort bilden die untere Begrenzungslinie des Aufwärtstrendkanals,
der seit September bestand, sowie die aus der Kursbewegung Mitte Februar
abzuleitende Linie einen Kreuzwiderstand. Sollte der compx allerdings
auch diesen nach oben durchbrechen, wäre die Rückkehr in den
Aufwärtstrendkanal geschafft und die Situation zunehmend erfreulicher.
Vorerst ist aber davon auszugehen, dass dem compx bei rund 2100 die Kraft
ausgeht und der Index nach den kräftigen Gewinnen der letzten eineinhalb
Wochen und kurz vor den Osterfeiertagen dann erstmal eine Verschnaufpause
einlegt. Entsprechend entsteht ein neues, klares Kaufsignal erst wieder
über 2100 Zählern, Gefahr droht jedoch auch erst unter der 2000er-Marke.

Update vom 07.04. (Kurzfristchart aktualisiert):
Anfang der Woche stieg der compx zunächst weiter, aber schon unterhalb von 2100 Zählern begann dann eine kleine Korrektur.
Weiterhin bleiben die Marken von 2000 und 2100 Punkten zu beobachten, erst ein Ausbruch aus diesem Bereich dürfte wieder eine nachhaltige Bewegung mit sich bringen. Nach den leicht sinkenden Notierungen der letzten zwei Tage und dem frischen Verkaufsignal des Stochastik sollten in der zweiten Wochenhälfte weiter nachgebende Notierungen nicht überraschen.
Strategie: Die Seitenlinie bleibt zu favoritisieren, Positionstradern entgehen derzeit keine Gewinne.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz