DAX-Analyse vom 03.04.2004

sowie im Anschluß Update vom 07.04.

Chart seit 1977, Chart seit Januar 2000 und Chart ab Juli 2003

Langfristchart seit 1977

In der vergangenen Woche setzte der DAX seine Aufwärtsbewegung zunächst bis in den Bereich des Widerstands bei knapp 3900 Zählern fort. Entgegen der zur Wochenmitte geäußerten Erwartung folgte dann jedoch keine Konsolidierung, sondern die Blue Chips knackten gleich am Donnerstag die 3900, was den Index bis zum Ende der Woche entsprechend bis auf rund 4000 Punkte katapultierte. Zur Vorwoche ein satter Zuwachs um 185 Zähler bzw. 4,8 Prozent.

Im mittleren Schaubild auf Wochenbasis kletterte der DAX eindrucksvoll wieder über die längerfristige Abwärtstrendlinie und knackte zugleich auch die Widerstandslinie bei 3940 sowie das mittlere Bollinger Band. Dieses in der Vorwoche erwähnte Widerstandsbündel ist damit, zugleich sehr dynamisch, nach oben durchbrochen, womit sich die mittelfristigen Perspektiven nach dem kurzzeitigen Ausflug nach unten wieder aufhellen.


Wochencandles seit Januar 2000

Im unteren Chart schraubte sich der DAX mit den zwei langen weißen Kerzen der letzten zwei Tage zunächst über den eGD20 auf Tagesbasis und dann auch über den Widerstand bei rund 3980 Zählern. Dies ist erfreulich und setzt kurzfristig weiteres Potenzial bis auf gut 4100 Punkte frei. Dort verlaufen derzeit eine abwärtsgerichtete Trendlinie, die an der Kursbewegung seit Januar anliegt sowie das obere Bollinger Band (aktuell 4124). Bei 4175 Zählern liegt dann noch das im Januar markierte Jahreshoch.

Sowohl mittel- als auch kurzfristig hat sich die Lage zuletzt deutlich gebessert, wodurch dem DAX in der kommenden Woche weitere Kursgewinne zuzutrauen sind. Zu einem neuen Jahreshoch dürfte der Schwung aber kaum ausreichen. Kritisch wird die Lage, wenn der Index per Schlusskurs unter 3980 zurückfällt.

kurzfristiger TagesChart

 

Update vom 07.04. (Kurzfristchart aktualisiert):

Nur bis in den Dienstag hinein verbuchte der DAX Kursgewinne, dann rutschte der Index wieder auf das Niveau des Freitagsschlusskurses zurück.

Nachdem die deutschen Blue Chips schon unterhalb der seit Januar bestehenden Abwärtstrendtrendlinie, und damit auch deutlich unterhalb des Jahreshochs bei 4175, nach unten drehten, ist der weitere Verlauf aufmerksam zu beobachten. Während ein ohnehin als unwahrscheinlich eingestuftes neues Hoch kurzfristig kaum erzielt werden dürfte, ist bei einem Unterschreiten der 3980 per Schlusskurs mit einer weiteren Korrektur zu rechnen. Die nächsten Kursziele wären dann ~3900 und 3800/20.

Strategie: Unverändert.

 

Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz


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