Nasdaq Composite-Analyse vom 10.04.2004
sowie im Anschluß Update vom 14.04.

In der Vorwoche wartete der compx weder mit dynamischen noch mit überraschenden
Kurssprüngen auf. Anfangs setzte sich der Aufwärtstrend aus
der Woche zuvor fort, aber schon unterhalb von 2100 Zählern ging
dem Index die Luft aus. Die anschließende Konsolidierung verlief
harmlos, so dass unter dem Strich ein Wochenminus von 4 Punkten zu verzeichnen
ist.
Nach dem Ausbruch aus dem seit Januar gültigen Abwärtstrend
in der Woche zuvor zeigte der Nasdaq nun schon vor Erreichen der Widerstandslinie
bei 2100 Zählern sowie dem oberen Bollinger Band auf Wochenbasis
(aktuell 2117) Schwäche. Ein Vorstossen bis auf 2100 Punkte scheint
zwar weiter möglich, ein Test des Jahreshochs bei 2154 Zählern
aber zumindest kurzfristig fraglich.

Denn wie das untere Schaubild zeigt, trifft der compx in diesem Bereich
auf einen mehrfachen Kreuzwiderstand. Dieser setzt sich aus der Horizontalen
(abzuleiten von den Februar-Hochs), der unteren Linie des Aufwärtstrendkanals
und dem oberen Bollinger Band auf Tagesbasis zusammen. Zudem drehte der
Stochastik zuletzt nach unten.
Daher erscheint ein schneller Durchbruch nach oben nach den jüngsten
Schwächeanzeichen eher unwahrscheinlich. Ein Sprung über den
Kreuzwiderstand bei 2100 würde vorerst auch nur Raum bis zum Jahreshoch
eröffnen, für ein Kaufsignal sollte ein Ausbruch auch über
diese Marke abgewartet werden. Bei einer Fortsetzung der Konsolidierung
liegt das nächste Kursziel bei den runden 2000.

Update vom 14.04. (Kurzfristchart aktualisiert):
Der compx setzte seine in der Vorwoche begonnene Konsolidierung fort und rutschte am Mittwoch bis auf den eGD20 auf Tagesbasis.
Das Scheitern bereits unterhalb von 2100 Zählern ist eher negativ zu werten, allerdings drohen noch keine kräftigen Verluste, solange die Notierung nicht unter den Support bei 2000 Punkten fällt. Diese Marke könnte in der zweiten Wochenhälfte getestet werden, der ohnehin als unwahrscheinlich eingestufte Ausbruch nach oben ist nach den jüngsten Kursrückgängen in noch weitere Ferne gerückt.
Strategie: Weiter klares Signal abwarten.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz