Nasdaq Composite-Analyse vom 11.10.2003

sowie im Anschluß Update vom 15.10.

Chart seit 1990, Wochenchart seit 2000 und Chart seit März 2003


Schlußkurse seit 1990

Wie vermutet verweilte der compx in der Vorwoche in dem erwarteten Bereich, die Schwankungen waren dabei eher gering. Im Gegensatz zu der Update-Prognose unternahm der Index in der zweiten Wochenhälfte dann aber doch noch einen Angriff auf den Widerstand bei 1914 Punkten. Damit erzielten die Technologiewerte ein Wochenplus von 34 Punkten bzw. 1,5 Prozent.

Somit erreichte der compx im langfristigen, oberen Chart nun doch noch den Widerstand, der sich aus dem Hoch vom März letzten Jahres herleiten lässt. Im mittelfristigen Schaubild wird zudem deutlich, dass sich dieser Widerstand bereits aus den Tiefpunkten von Juli 2001 herleiten lässt, der zwischenzeitliche Ausbruch nach oben um die Jahreswende 2001/02 war nur von kurzer Dauer und führte anschließend zu neuen Tiefständen. Offensichtlich ist dieser Widerstand nicht zu unterschätzen und verhinderte jüngst auch einen Anstieg bis zum oberen Bollinger Band auf Wochenbasis bei derzeit 1941 Punkten.

WochenCandles seit Januar 2000

Auch im unteren Schaubild wird deutlich, dass der compx zuletzt zwar im Verlauf das vorherige Jahreshoch knacken konnte, letztlich aber mehrfach an diesem Widerstand scheiterte. Der geringfügige Anstieg über das Septemberhoch ist zwar positiv zu werten, das nur schwache Kaufsignal des MACD und der bereits im überkauften Bereich nach unten gedrehte Stochastik mahnen jedoch zur Vorsicht.

Nur wenn sich der compx jetzt zügig und deutlich über 1914 Punkte sowie den aus den längerfristigen Darstellungen ersichtlichen Widerstand bei 1930/40 Punkten hinwegsetzt, stehen die Ampeln weiter auf grün. Dann winken Kursgewinne bis auf rund 2100 Punkte, dem Hoch vom Januar letzen Jahres. Scheitert die Notierung jedoch erneut im jetzigen Bereich, scheint ein abermaliger Test der aufwärtsgerichteten Trendlinie bei derzeit rund 1845 Punkten unausweichlich.


Tages-Chart seit März 2003

 

Update vom 15.10. (Kurzfristchart aktualisiert):

Weiter fraglich bleibt die Situation beim compx. Zwar setzte sich der Index gleich zu Wochenbeginn über den Widerstand bei 1914 Punkten hinweg, blieb aber bis einschließlich Dienstag im Bereich der 1940 hängen. Die zwischenzeitlich deutlichen Tagesgewinne am Mittwoch vermochte der Index nicht zu behaupten, zur Schlußglocke notierte der compx sogar leicht im Minus.

Von einem eindeutigen Ausbruch über den Widerstand 1930/40 kann deshalb noch nicht die Sprache sein. Anleger sollten also wachsam sein, ein Zurückfallen unter 1930 oder sogar 1914 Zähler liesse schnell Korrekturpotenzial aufkeimen.

Strategie: Calls jetzt zum Einstandskurs absichern.

 

Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz


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