DAX-Analyse vom 11.10.2003

sowie im Anschluß Update vom 15.10.

Chart seit 1977, Chart seit Januar 2000 und Chart ab März 2003


Langfristchart seit 1977

Nach schwächerem Wochenbeginn legte der DAX ab Mittwoch dann entgegen der im Update geäußerten Erwartung doch noch zu. Dabei knackte die Notierung auch den Widerstand bei 3443 Punkten, spürbare Anschlußkäufe blieben aber aus. Am Freitag bröckelte der Index sogar schon wieder leicht, zur Vorwoche verblieb jedoch noch ein Plus von 52 Punkten bzw. 1,5 Prozent.

Im Langfristchart ist der prozentuale Abstand zum gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Börsentage von seinem Hoch im September bei knapp 22 Prozent mittlerweile auf unter 14 Prozent zurückgekommen, ein Zeichen der abnehmenden Trendstärke. Auf Wochenbasis verhinderte das mittlere Bollinger Band bei aktuell 3343 Zählern den Sturz in tiefere Regionen. Der längerfristige MACD, ebenfalls auf Wochenbasis, generierte in der Vorwoche erstmals seit März ein Verkaufsignal. Insofern deutet dieser Indikator nun auch auf eine Trendwende und weniger auf eine bevorstehende Rallye hin.


Wochencandles seit Januar 2000

Im unteren Schaubild bewegt sich der DAX weiterhin in dem kleinen Aufwärtstrendkanal, der seit Ende September besteht. Aber der Durchbruch der 3443 sorgte, wie bereits eingangs erwähnt, nicht für deutliche Kursgewinne. Sogar die eher schwache Abwärtstrendlinie, die an den Hochpunkten vom September anliegt, wurde knapp verfehlt. Der Tages-MACD schwenkte dank des Kurssprungs vom Donnerstag in ein Kaufsignal, der Stochastik verweilt im Bereich der überkauften Zone.

Der moderate Anstieg der Vorwoche und das Klettern über 3443 Punkte hellen die Lage auf, von einem richtungsweisenden Signal kann allerdings noch nicht gesprochen werden. Die fehlende Dynamik oberhalb des Widerstands bei 3443 und das Scheitern an der kurzfristigen Abwärtstrendlinie lassen noch die Möglichkeit eines nur letzten Aufbäumens der Bullen im Raum stehen. Von daher ist zu beobachten, ob der DAX in der kommenden Woche die abwärtsgerichtete Trendlinie bei derzeit rund 3520 Punkten knacken kann. Erst dann eröffnet sich weiteres Potenzial bis zu den Jahreshochs vom September. Bei bröckelnden Kursen geriete dagegen schnell nicht nur die Unterstützung bei 3443 in Gefahr, sondern auch der kurzfristige Aufwärtstrendkanal; ein erneutes Abtauchen auf 3200 Punkten wäre dann wohl die Folge.


kurzfristiger TagesChart

 

Update vom 15.10. (Kurzfristchart aktualisiert):

Am Montag tastete sich der DAX bis an die kurzfristige Abwärtstrendlinie heran und durchbrach diese dann am folgenden Tag trotz kaum veränderter Notierung nach oben. Der Index baute folglich am Mittwoch die Gewinne weiter aus.

Das Hoch vom September verfehlte die Notierung jedoch, der Stochastik verweilt im überkauften Bereich. Die Luft wird damit zunehmend dünner, schon ein Test des Septemberhochs bei 3677 Punkten erscheint fraglich. Mit einem Rückfall unter die Abwärtstrendlinie, was zugleich ein Verlassen des sehr kurzfristigen Aufwärtstrendkanals bedeuten würde, wäre daher eine merkliche Korrektur unvermeidbar.

Strategie: Die mit dem Anstieg über 3520 aufgebauten Calls sollten nun auf Einstiegsniveau abgesichert werden.

 

Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz


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