Nasdaq Composite-Analyse vom 13.03.2004
sowie im Anschluß Update vom 17.03.

Die Vorwoche begann für den compx mit deutlichen Kursverlusten,
und schon am Dienstag rutschte die Notierung unter die Marke von 2000
Zählern. Entsprechend weiteten sich in der Folge die Verluste aus
und summierten sich zu einer Wochenbilanz von minus 63 Punkten bzw.
3,1 Prozent.
Damit tauchte der Index im oberen, längerfristigen Schaubild bis
in den Bereich der Unterstützung ab, die sich aus dem Hoch im März
2002 ableiten lässt. Der prozentuale Abstand zur gleitenden 200-Tage-Glättungslinie
schrumpfte von noch fast 20 Prozent im Januar auf zwischenzeitlich nur
noch gut drei Prozent. Im Wochenchart schloss der compx erstmals seit
April letzten Jahres unter dem mittlerem Bollinger Band (eGD20, aktuell
bei 1992). Immerhin drehte die Notierung schon knapp vor Erreichen der
Unterstützungslinie bei 1930/40 Zählern nach oben.

Im unteren Schaubild wird deutlich, dass der compx den Aufwärtstrendkanal,
der seit September bestand, signifikant nach unten durchbrochen hat. Vielmehr
dominiert der seit Januar bestehende Abwärtstrend das Geschehen,
zu Wochenbeginn verläuft diese Trendlinie bei rund 2035 Punkten.
Zuvor hätte der Index allerdings schon mit dem Widerstand bei 2000
Zählern zu kämpfen.
Der compx ist angeschlagen, der Fall unter die 2000er-Marke negativ zu
werten. Zwar spricht der nach oben gedrehte Stochastik für eine Fortsetzung
der am Freitag begonnenen Erholung, Widerstände lauern aber schon
bei 2000 und 2035 (Tendenz fallend) Punkten. Insofern bleiben eventuell
steigende Kurse in den Bereich technischer Erholungen einzustufen und
für die kommenden Wochen eher 1900 Zähler anzuvisieren, solange
der Index nicht den kurzfristigen Abwärtstrend knackt.

Update vom 17.03. (Kurzfristchart aktualisiert):
Mit Beginn der Woche rauschte der compx weiter in die Tiefe, der Kursrutsch kam erst bei der aus den längerfristigen Schaubildern bekannten Unterstützung bei ~1930 Zählern zum Stoppen.
Die am Mittwoch begonnene Erholung könnte sich jetzt im weiteren Wochenverlauf fortsetzen, wobei die Widerstände dabei weiterhin bei rund 2000 und 2025 Zählern liegen.
Strategie: Mit dem empfohlenen eng nachgezogenen Stopp konnten am Mittwoch die Gewinne der Puts eingefahren werden. Derzeit kein drängender Handlungsbedarf.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz