Tatsächlich hatte der Nikkei nur noch kurzfristig Luft, auf das neue Jahreshoch zu Wochenbeginn folgte eine Korrektur. So büsste der Index im Wochenvergleich 374 Zähler bzw. 3,2 Prozent ein.
Dabei fiel die Notierung sogar unter die als kritisch genannte Marke von 11230 Punkten. Beruhigend stimmt allerdings, dass der Index nicht bis zu den psychologisch wichtigen 11000 abtauchte und im Verlauf des Freitags eine deutliche Erholung einsetzte, bevor der Index dann nahezu auf Tageshoch schloss. Auch der Stochastik weist schon fast wieder auf eine überverkaufte Situation hin.
Als beobachtenswerte Marken für die kommende Woche sind nun 11000
und 11230 anzusehen. Sollte der Nikkei weiter straucheln und auch unter
11000 Zähler rutschen, wäre das Kaufsignal von Anfang März
eindeutig hinfällig und weitere Rückgänge zu befürchten.
Bei einer zügigen Rückkehr über 11230 jedoch wäre
der jüngste Kursrutsch nur ein etwas ausgedehnterer Pullback und
der Index dürfte dann die zahlreichen Widerstände bis 12000
Punkte in Angriff nehmen.

Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz