DAX-Analyse vom 14.08.2004

sowie im Anschluss Update vom 18.08.

Chart seit 1977, Chart seit Januar 2002 und Chart ab Dezember 2003


Langfristchart seit 1977

Nach dem Ausbruch nach unten aus dem Dreieck rutschte der DAX in der vergangenen Woche auch unter den Support bei rund 3700 Zählern. Der Index markierte fast täglich ein neues Jahrestief, die Verluste summierten sich im Vergleich zur Vorwoche auf 81 Punkte bzw. 2,2 Prozent.

Jetzt notiert der DAX bereits mehr als 7 Prozent unter dem GD200. Der Ausbruch aus dem Dreieck ist auch im mittleren Schaubild ersichtlich, dort rutschte der Index sogar leicht unter das mittlere Bollinger Band, das derzeit bei 3653 Zählern verläuft. Die nächst tiefere Unterstützung, die noch vom Tief im September 2001 herrührt (seitdem allerdings kaum noch Bedeutung besass), liegt bei 3539 Punkten. Darunter wäre sogar mit einem Rückgang bis auf rund 3200 Zähler zu rechnen.


Wochencandles seit Januar 2000

Im unteren Chart sehr gut zu erkennen, wie der DAX dynamisch nach unten aus dem Dreieck ausbrach, im Bereich der 3700 kurz verschnaufte, und dann weiter abwärts taumelte. Unterstützungen lassen sich auch in diesem Zeitfenster vorerst nicht ausmachen. Einzig die kurzfristig überverkaufte Lage - die Notierung hangelt sich seit etlichen Tagen am unteren Bollinger Band in die Tiefe, der Stochastik drehte sogar schon im überverkauften Bereich nach oben - wecken Hoffnung auf eine technische Gegenreaktion.

Ob aber eine solche Erholung schon auf dem aktuellen Niveau einsetzt, steht in Frage. Zudem dürften die Bullen dann kaum Potenzial für einen DAX über 3750 Punkten besitzen. Nur wenn der Index sehr schwungvoll anzieht, könnte eine kurze Rallye die Notierung bis auf 3900 Zähler tragen. Vorerst ist aber auch der kurzfristige Trend noch klar nach unten gerichtet, ein Test der 3539 durchaus denkbar.

kurzfristiger TagesChart

 

Update vom 18.08. (Kurzfristchart aktualisiert):

Am Montag bremste der Kursverfall auf Höhe des Vorwochentiefs, und es setzte die in obiger Analyse in Erwägung gezogene Erholung ein. Jedoch liess der Schwung erwartungsgemäß auch recht schnell nach, eine Rückkehr in das Dreieck blieb dem DAX bisher verwehrt.

Eine untere Trendwende ist nicht zu erkennen. Schon wenige Tage positiver Kursveränderungen genügten, um dem Stochastik mit Riesenschritten Richtung überkaufter Zone zu katapultieren. Damit liegt der Schluss nahe, die jüngste Erholung stellt nur eine technische Gegenreaktion dar.

So lange der DAX nicht in das Dreieck (aktuell bei 3765) zurückkehrt , besteht kein Grund für Optimismus. Erst innerhalb der Formation besteht Potenzial bis auf rund 3900 Zähler. Andernfalls könnte der Index auch schnell wieder den Weg nach unten einschlagen.

Strategie: Nachdem die Puts glattgestellt wurden, bietet sich jetzt in Anbetracht der unsicheren technischen Situatiuon zunächst die Seitenlinie an.

 

Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz


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