
Nach einer kurzen Konsolidierungsphase bröckelte der EuroStoxx 50 Kursindex zum Ende der vergangenen Handelswoche weiter ab. Der Vergleich mit dem Vorwochenschluss zeigt ein moderates Minus von 38,6 Punkten oder 1,5 Prozent.
Die nächste Unterstützung ergibt sich aus dem mittleren Schaubild
oberhalb von 2500 Punkten.
Auf Basis des Langfrist-Charts ist jedoch auch ein Test des Niveaus der Asienkrise
1998 denkbar. Dieser Bereich um 2400 Punkte bestätigte sich 2002 und 2003
häufig als technisch bedeutsamer Wendepunkt.

Das Kaufsignal, dass sich Mitte letzter Woche im Stochastik ergeben hatte,
erwies sich bis zum Wochenschluss als Rohrkrepierer. Die im Update an dieser
Stelle erwartete kurzfristige Erholung blieb aus. Durch die Kursentwicklung
der letzten Woche hat sich ein weiterer (allerdings schwacher) Widerstand bei
2620 Punkten herauskristallisiert, den Put-Besitzer als Stopp-Loss-Marke nutzen
sollten.

Update vom 18.08. (Kurzfristchart aktualisiert):
Im Zuge der Erholung in den USA konnte der Index bis zur Wochenmitte zulegen, und überwand auch die genannte Widerstandsmarke bei 2620 Punkten. Zur Zeit kratzt der EuroStoxx 50 an seiner Abwärtstrendlinie, während der MACD kurz vor dem Überwinden seiner Signallinie steht.
Das sind beides technisch positiv zu wertende Zeichen
- das Problem liegt allerdings in der nun fast erreichten Widerstandszone
zwischen 2640 und 2660 Punkten. Hier dürfte der Anstieg ins Stocken geraten,
so dass sich eine Wette auf weiter steigende Kurse zunächst nicht lohnt.
Autor: Lutz Mathes / Büro Dr. Schulz