Im unteren Schaubild ist der nahezu klassische Pullback
sehr gut zu erkennen. Nach dem Ausbruch nach unten aus dem Dreieck und
anschließender Kursverluste führte die jüngste Erholung
den DAX bis fast in den unteren Bereich des Dreiecks zurück, dann
drehten die Kurse wieder nach unten ab. Der Stochastik baute dabei sein
überverkauftes Potenzial vollständig ab und drehte zuletzt nahe
der überkauften Zone nach unten.
So lange der DAX nicht klar und per Schlusskurs über 3750 Punkte
klettert, ist die Erholung der letzten Woche nur als technische Gegenreaktion
einzustufen. Mit Unterschreiten des Tiefs bei 3619 dürfte sich die
Abwärtsbewegung dann fortsetzen, die nächst tiefere (schwache)
Unterstützung liegt bei 3539 Zählern. Ein massiverer Support
liegt erst wieder bei rund 3200 Punkten, dies entspricht auch etwa dem
aus der Dreiecksformation resultierenden Kursziel. Springt der DAX doch
noch deutlich über 3750, wovon wir allerdings nicht ausgehen, könnte
sich die Erholung bis auf gut 3900 Zähler ausweiten.

Update vom 25.08. (Kurzfristchart aktualisiert):
Mit einem starken Montag gelang dem DAX etwas unerwartet der Sprung zurück in das Dreieck, bis zur Wochenmitte weiteten sich die Gewinne dann noch leicht aus.
Dies ist positiv zu werten und eröffnet zunächst Raum bis auf rund 3900 Zähler. Darüber hinaus ist der Ausbruch aus dem Dreieck in Frage zu stellen, sofern die Notierung nun nicht unmittelbar wieder abstürzt (wobei der Verlauf der US-Börsen eher weiter kletternde Kurse nahelegt). Daher könnte dem DAX ein positiver Wochenausklang bevorstehen.
Strategie: Mit den Kursgewinnen vom Montag war ein Put-Einstieg vom Tisch. Calls dürften sich jetzt nur für grosse Optimisten lohnen, die einen möglichen Anstieg auf ~3900 ausreiten wollen.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz