DAX-Analyse vom 21.12.2003

Chart seit 1977, Chart seit Januar 2000 und Chart ab März 2003


Langfristchart seit 1977

Mit einem Wochenplus von 38 Punkten bzw. 1,0 Prozent legte der DAX in der Vorwoche erneut wenig Bewegungsfreudigkeit aufs Parkett. Die genannte Seitwärtszone zwischen 3810 und 3950 Punkten geriet nicht in Bedrängnis, die deutschen Standardwerte unternahmen keinerlei Ausbruchversuch. Scheinbar wollen weder Bullen noch Bären zum Ende des Jahres ein Risiko eingehen, nicht einmal der große Verfalltag am Freitag brachte nennenswerten Schwung.

Im oberen Chart klebt der Index damit weiterhin im Bereich der Widerstandslinie fest, die sich vom 98'er-Tief ableiten lässt. Im mittelfristigen Schaubild kämpfte sich die Notierung bis fast an die horizontale Widerstandslinie bei ~3950 Zählern vor, ein Durchbruchversuch blieb aber aus. Der DAX liess zudem jegliche Dynamik vermissen - offensichtlich geht den Blue Chips im Bereich dieser Widerstandszone die Kraft aus.


Wochencandles seit Januar 2000

Der lethargische Verlauf wird auch im unteren Kurzfristchart deutlich, die Notierung verharrt auf hohem Niveau. Ferner schwankt das MACD-Histogramm mit sehr geringer Amplitude um seine Nulllinie, der Stochastik produziert fast schon willkürlich anmutende Signalwechsel im neutralen Bereich. Der seit Anfang des Monats kaum veränderte DAX führte zu einem deutlichen Zusammenziehen der Bollinger Bänder.

Das Chartbild bietet derzeit wenig Hinweise auf den zu erwartenden weiteren Verlauf, die Indikatoren sind in dieser Phase der Bewegungslosigkeit praktisch unbrauchbar. Daher kann an dieser Stelle nur der treffliche Ausblick der letzten zwei Wochen wiederholt werden: Anleger sollten einen Ausbruch aus dem Bereich 3810/3950 abwarten. Allerdings trifft der DAX nach einem möglichen Ausbruch in beiden Richtungen schnell auf mittel- bis langfristige Trendlinien, die das Potenzial begrenzen. Außerdem dürfte in der Zeit zwischen den Jahren das Geschehen von recht niedrigen Umsätzen geprägt sein, der Kursverlauf also nicht die wirkliche Meinung der breiten Anlegerschar widerspiegeln. Insofern sollte es kein Fehler sein, ebenfalls die Bücher zu schließen, auf ein DAX-Jahr mit rund 35 Prozent Gewinn zurückzublicken und das neue Jahr mit neuen Chartsignalen erwartungsvoll auf sich zukommen zu lassen.

Wir wünschen allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start ins Jahr 2004.
Die nächste Aktualisierung erfolgt am So., dem 04.01.2004.


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kurzfristiger TagesChart

Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz


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