Nasdaq Composite-Analyse vom 25.04.2004
sowie im Anschluß Update vom 28.04.

Auch wenn die Vorwoche dem compx die erhofften Kursgewinne brachte
und der Index um 54 Zähler bzw. 2,7 Prozent zulegte, so glich die
Woche doch einer Berg- und Talfahrt. Am Dienstag und Mittwoch markierte
der compx zunächst jeweils neue Monatstiefs, bevor im Laufe des
Mittwochs dann der Dreh nach oben erfolgte, der in der zweiten Wochenhälfte
in ein ansehnliches Kursplus mündete.
Im Schaubild auf Wochenbasis wurde damit erneut die Abwärtstrendlinie
getestet, die an der Kursbewegung seit Januar anliegt, bevor sich der
Index mit der weißen Wochenkerze spürbar nach oben entfernte.
Größerer Widerstand wartet erst wieder im Bereich um 2100
Zähler, wo ausser der noch aus dem Jahr 2001 abzuleitenden horizontalen
Linie derzeit das obere Bollinger Band auf Wochenbasis verläuft.

Aus dem unteren Chart lässt sich ebenfalls noch Aufwärtspotenzial
ableiten. Im Zuge des vorherigen Kursrutsches drehte der compx bereits
vor Erreichen des unteren Bollinger Bandes nach oben und durchstiess am
Donnerstag auch die Mittellinie. Nun sollte der Weg bis zum oberen Band
bei derzeit 2080 Punkten frei sein. Der noch im neutralen Bereich steigende
Stochastik weist noch nicht auf eine überkaufte Situation hin. Die
nächst höheren Widerstände, herzuleiten von der Kursbewegung
im Januar und Februar, liegen dann bei 2095 und 2154 Zählern.
Insgesamt sind dem compx nach dem kurzen Fehlausbruch unter die 2000er-Marke
in der kommenden Woche weitere Kursgewinne zuzutrauen. Kritisch wird die
Lage erst bei einem erneuten Abtauchen klar unter 2000 Punkte.

Update vom 28.04. (Kurzfristchart aktualisiert):
Im Verlauf des Montags tastete sich der compx weiter nach oben vor, scheiterte aber schon an der seit Januar bestehenden Abwärtstrendlinie. Bis zur Wochenmitte weiteten sich die Verluste aus, der Index rutschte sogar wieder unter die 2000er-Marke.
Jetzt ist die Lage kritisch: Gelingt am Donnerstag nicht die schnelle Rückkehr über 2000 Zähler, droht in absehbarer Zeit ein Absinken bis auf die März-Tiefstände bei rund 1900 Punkten.
Strategie: Zunächst abwarten.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz