
Trotz stellenweise deutlicher Kursabgaben in den USA konnte der EuroStoxx sein Niveau gut behaupten und legte im Wochenvergleich um 27,2 Punkte zu. Das entspricht einem Plus von knapp einem Prozent.
Dieser Anstieg führte den Index jedoch noch nicht aus dem Widerstandsbereich
heraus, der sich aus den beiden Langfrist-Schaubildern ergibt.

Auch auf Tagesbasis sollte das durchaus konstruktive Chartbild nicht darüber
hinwegtäuschen, dass eine lohnende Einstiegsmöglichkeit derzeit noch
nicht vorliegt. Selbst wenn die freundliche Tendenz anhält und der EuroStoxx
aus dem Schatten des Widerstands um 2900 Punkte heraustritt, bleibt bei ~2960
die nächste Hürde, die sich aus dem Jahreshoch ableitet.

Update vom 28.04. (Kurzfristchart aktualisiert):
Gleich zu Wochenbeginn scheiterte der Index an der genannten Widerstandsmarke bei 2900 Punkten. Die negativen Vorgaben aus den USA drückten die Notierung am Mittwoch dann spürbar abwärts. Der Bruch der Mittellinie des Bollinger-Bandes ist leicht negativ zu werten - noch stützt aber der Supportbereich, der sich aus den Tiefpunkten der letzten Wochen ableiten lässt.
Aus technischer Sicht ist nun eine leichte Aufwärtsreaktion
gleich wahrscheinlich, wie ein Rücksetzer auf die nächst tiefere Unterstützungszone
im Bereich von 2800 Punkten. Für Anleger bieten jedoch beide Szenarien
nicht ausreichend Kurspotenzial, um den Neueinstieg in Optionen/-scheine zu
rechtfertigen. Erst ein Fall unter 2800 Punkte würde spürbares Potenzial
für Puts eröffnen.
Autor: Lutz Mathes / Büro Dr. Schulz