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Obere
Trendwende liegt in der Luft
Dow Jones-Analyse vom 06.05.2012


Der Dow setzte im Betrachtungszeitraum zurück; er fiel um 190 Punkte
oder 1,4 Prozent. Die US-Blue-Chips scheiterten einmal mehr an der schmalen
Widerstandszone um 13.260 Zähler, die im Chart auf Tagesbasis eingezeichnet
ist.
Der Blick auf die drei Zeitebenen lässt auch hartgesottenen Optimisten
wenig Interpretationsspielraum: Der mittelfristige Aufwärtstrend ist
schon lange Legende, beide MACD sind dabei, ihre jeweilige Signallinie zu
schneiden. Das mittlere Bollinger-Band ist gerissen, und die nächst tiefere
Unterstützung wartet erst wieder bei 12.700 Zählern. Die Kurs-Spitzen
im März und Mai in dem engen Bereich zwischen 13.252,8 und 13.289,1 Punkten
kann man technisch am ehesten als Triple-Topp interpretieren, das ist im Prinzip
eine Spielart (oder eine Anomalie) der besser bekannten Doppel-Topp-Formation.

Diese obere Trendwende-Formation wäre allerdings erst vollendet, wenn
das Tief vom 10. April bei 12.715 Zählern nach unten durchbrochen würde.
Bis dahin ist noch etwas Luft. Gleichwohl ist das Resultat der technische
Betrachtung klar: lassen Sie Vorsicht walten. Insbesondere der in diesen Tagen
gebetsmühlenartig wiederholte Spruch "sell in May" wird die
Zahl der potenziellen Käufer einschränken. Wer will, kann mit Puts
auf zumindest kurzfristig weiter bröckelnde Kurse setzen. Das nächste
Kursziel leigt bei rund 12.700 Punkten. Sollte der Dow unter diese Marke fallen,
wäre das als weiteres Verkaufsignal zu werten.

Autor: Lutz Mathes