Nasdaq Composite-Analyse vom 03.07.2004

sowie im Anschluß Update vom 07.07.

Chart seit 1990, Wochenchart seit 2000 und Chart seit Dezember 2003


Schlußkurse seit 1990

In der Vorwoche setzte der compx bis einschließlich Mittwoch seine Aufwärtsbewegung fort, rutschte in der zweiten Wochenhälfte dann aber deutlich ab. Die Marke von 2000 Zählern wurde getestet und verteidigt. Im Wochenvergleich ein Rückgang um 19 Punkte oder 0,9 Prozent.

Im mittleren Schaubild erhielt der Index auf dem Weg zum oberen Bollinger Band einen deutlichen Dämpfer. Immerhin behauptete sich die Notierung oberhalb des mittleren Bandes, das aktuell bei 1985 Zählern verläuft. Zudem rutschte der compx nicht wieder in den Abwärtstrend seit Jahresbeginn zurück.

WochenCandles seit Januar 2000

Dies sieht man auch sehr deutlich im unteren Schaubild auf Tagesbasis. Die Kreuzunterstützung, gebildet durch die abwärtsgerichtete Trendlinie und die 2000er-Marke, hielt den Kursverfall auf. Allerdings sprechen der in Kürze in ein Verkaufsignal drehende MACD und der noch im neutralen Bereich fallende Stochastik eher für weiter nachgebende Notierungen. Sollte der Index in der kommenden Woche per Schlusskurs unter 1995 Zähler abtauchen, liegen die nächst tieferen Unterstützungen bei 1960 und knapp 1900 Punkten. Der Ausbruch aus dem seit Jahresbeginn bestandenen Abwärtstrend wäre dann gescheitert, als Folge bestenfalls eine Fortsetzung der monatelangen Seitwärtsbewegung zu erwarten.

Nach dem spürbaren Rückgang der letzten zwei Handelstage ist für die Bullen zunächst Vorsicht angesagt, auch wenn bei Indexständen über 2000 Zählern die Bären praktisch noch nichts erreicht haben. Weiter bröckelnde Kurse dürften aber schnell den nächsten Abwärtsschub bringen. Sollte der compx dagegen doch klettern, liegen die nächsten Widerstände bei 2055/55 und 2095 Zählern.

Tages-Chart seit März 2003

 

Update vom 07.07. (Kurzfristchart aktualisiert):

Mit Beginn der Handelswoche am Dienstag rutschte der compx klar unter 2000 Zähler, behauptete sich aber auf Höhe des Juni-Tiefs und legte am Mittwoch schon wieder minimal zu.

Durch die Rückkehr in den Abwärtstrend, der an den Hochpunkten von Januar und April anliegt, haben sich die Chancen auf steigende Notierungen deutlich verringert. Ausser der eher schwachen Unterstützung bei 1960 Zählern befindet sich aber noch ein Support bei knapp 1900 Zählern - erst darunter könnte von einem mittelfristigen Verkaufsignal gesprochen werden.

Strategie: Noch immer kein drängender Handlungsbedarf.

 

Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz


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