DAX-Analyse vom 03.07.2004

sowie im Anschluß Update vom 07.07.

Chart seit 1977, Chart seit Januar 2000 und Chart ab Dezember 2003

Langfristchart seit 1977

Erneut setzte sich beim DAX per Saldo die Seitwärtsbewegung fort, im Wochenvergleich ein kleiner Rückgang um 15 Punkte (0,4 Prozent).

Die beiden längerfristigen Schaubilder liefern nach der nur geringen Kursveränderung damit ein weiteres Mal keine neuen Impulse. Das obere Bollinger Band (Wochenbasis) bei derzeit 4136 Zählern verfehlte der Index, was einen Hinweis auf bevorstehende Kursverluste darstellen könnte.


Wochencandles seit Januar 2000

Im Chart auf Tagesbasis pendelte die Notierung in der Vorwoche zwischen oberem und mittlerem Bollinger Band, letzteres wurde Ende der Woche knapp verteidigt. Mit einem Unterschreiten der Mittellinie und dann auch einem Absacken unter den Support bei rund 3980 Punkten dürfte der Index die Unterstützung bei 3920 in Angriff nehmen, die er zuletzt in der zweiten Maihälfte testete.

Auch die Indikatoren sprechen vorerst für fallende Notierungen: Der MACD steht unmittelbar vor einem Verkaufsignal, der Stochastik drehte mit gutem Timing zu Beginn der Vorwoche nach unten, ist aber noch deutlich von der überverkauften Zone entfernt.

Ein Ende der Seitwärtsbewegung deutet sich noch immer nicht an. Nachdem die deutschen Standardwerte von Mitte Mai bis Ende Juni zulegten, könnte nun eine Phase nachgebender Notierungen ins Haus stehen. Der Support bei 3920 wird momentan zusätzlich vom unteren Bollinger Band (Tagesbasis) gefestigt, knapp darunter bei aktuell 3869 Zählern verläuft der gleitende Durchschnitt der letzten 200 Börsentage. Ein mittelfristiges Verkaufsignal entsteht erst mit einem Durchbruch unter die Tiefpunkte von März und Mai bei rund 3700 Zählern.

kurzfristiger TagesChart

 

Update vom 07.07. (Kurzfristchart aktualisiert):

Wie erwartet gab der DAX im bisherigen Wochenverlauf nach, ohne einen klaren Ausbruch nach unten aufs Parkett zu legen. Bisher verhinderte der Support bei 3920/30 einen größeren Kursrutsch.

Die nächst tieferen Unterstützungen liegen bei 3904 (unteres Bollinger Band auf Tagesbasis) und 3875 (200-Tage-Linie). Der Stochastik ist bereits tief in den überverkauften Bereich eingetaucht, drehte allerdings noch nicht nach oben.

Restpotenzial für die seit Tagen andauernde Abwärtsbewegung ist noch vorhanden, ein klares Verkaufsignal liegt jedoch nicht vor. Wir raten Anlegern weiterhin, ein Ende der übergeordneten Seitwärtsbewegung abzuwarten.

Strategie: Wer zu den kurz entschlossenen Tradern zählte und Puts erwarb, sollte den Stopp nun bei 3950 (close) setzen. Fällt der DAX unter 3920 (close), Stopp auf diese Marke nachziehen.

 

Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz


Dow-Analyse Nasdaq-Analyse EuroSTOXX50 Trading-Strategie

NikkeiBund FutureGold

Zur Hauptseite