Nasdaq Composite-Analyse vom 06.06.2004

sowie im Anschluß Update vom 09.06.

Chart seit 1990, Wochenchart seit 2000 und Chart seit Juli 2003


Schlußkurse seit 1990

Der erwartete Rücksetzer beim compx fiel in der Vorwoche mit einem Minus von 8 Pünktchen bzw. 0,4 Prozent recht verhalten aus. Zuvor schöpfte der Index noch sein restliches Erholungspotenzial aus und testete mit einem Wochenhoch bei 1998 Zählern die 2000er-Marke.

Nun steht der Index wieder gut drei Prozent über dem eGD200, von dem die Notierung im Mai nach oben abprallte. Im mittleren Schaubild schloss der compx knapp über dem eGD20 auf Wochenbasis, der aktuell bei 1975 Zählern verläuft. Die seit Januar gültige Abwärtstrendlinie wurde in der schwankungsarmen Woche nicht getestet. Für mittelfristig weiter kletternde Kurse ist ein Ausbruch aus diesem Abwärtstrend aber erforderlich.

WochenCandles seit Januar 2000

Im unteren kurzfristigen Schaubild auf Tagesbasis wird deutlich, wie der compx schon vor Erreichen der Abwärtstrendlinie und auch unterhalb des oberen Bollinger Bandes an der horizontalen Widerstandslinie bei knapp 2000 Zählern scheiterte. Dieser Widerstand ist damit zunächst als bestätigt anzusehen. Der Stochastik baute trotz der nur verhaltenen Kursverluste einen beachtlichen Teil seines überkauften Potenzials ab.

Nach der geringen Wochenveränderung ähnelt der Ausblick dem der Vorwoche: Auf steigende Notierungen sollte erst gesetzt werden, wenn der Ausbruch aus dem seit Jahresbeginn gültigen Abwärtstrend gelungen ist. Zu Wochenbeginn verläuft diese Trendlinie bei rund 2015 Punkten. Scheitert der Index und rutscht unter 1960 Zähler, dürfte ein Test des Supports bei rund 1900 Punkten auf dem Programm stehen.

Tages-Chart seit März 2003

 

Update vom 09.06. (Kurzfristchart aktualisiert):

Bis Dienstag kletterte der compx nach oben, blieb dann aber im Bereich der seit Jahresbeginn gültigen Abwärtstrendlinie hängen und büsste den Großteil der Gewinne am Mittwoch wieder ein.

Die Notierung rutschte sogar erneut unter die horizontale Linie bei knapp 2000 Zählern. Auch der sehr kurzfristige, seit Mitte Mai gültige Aufwärtstrend ist nun in Gefahr. Bei weiter bröckelnden Kursen dürfte daher die nächst tiefere Unterstützung bei rund 1900 Punkten angesteuert werden. Entspannung ist nach wie vor erst angesagt, wenn der compx klar aus dem Abwärtstrend ausbricht.

Strategie: Handlungsbedarf drängt sich noch immer nicht auf. Am aussichtsreichsten erscheinen jetzt, insbesondere bei am Donnerstag weiter nachgebenden Notierungen, Puts, die anfangs recht eng abgesichert werden sollten.

 

Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz


DAX-Analyse Dow-Analyse EuroSTOXX50 Trading-Strategie

NikkeiBund FutureGold

Zur Hauptseite