
In der vergangenen Woche setzte sich die Talfahrt des Dow in leicht abgemilderter Form fort. Der Index büßte nach anfänglichen Erholungstendenzen 108,2 Punkte oder 1,06 Prozent ein.
Noch bewegen sich die US-Blue-Chips über ihrer 200-Tage-Linie. Im mittleren Schaubild deutet der Langfrist-MACD aber weiter abwärts. Die nächst tiefere Unterstützung liegt hier beim März-Tief bei 10.000 Punkten.
Auf Tagesbasis wird deutlich, dass der Kurs auf einer etwas höher gelegenen
Supportzone bei 10.100 Punkten aufsetzte. Damit ist das in der Vorwoche erwähnte
kurzfristige Ziel erreicht, so dass Put-Besitzer sicherheitshalber an Gewinnmitnahmen
denken sollten.

In der kommenden Woche muss sich zeigen, wohin die weitere Reise geht. Eine Aufwärtsreaktion ist nach den jüngsten Kursverlusten zunächst wahrscheinlich. Stützend wirkt in der gegenwärtigen Konstellation, dass der Kurs zusammen mit der Chartmarke um 10.100 Zähler auch das untere Bollinger-Band erreichte. Im positiven Fall helfen Anschlussorders dem Dow dann sogar noch einmal bis zur nächst höheren Chartmarke bei 10.400 Punkten. Letzteres scheint aber angesichts des mittelfristig eher bearishen Gesamtbilds und dem schwachen MACD (auch auf Tagesbasis) zur Zeit wenig realistisch.
Sollte der Support bei 10.100 Punkten nicht halten, liegt die nächst tiefere
Unterstützung bei 10.000. Sehr negativ wäre es zu werten, wenn der
Dow dann sogar wieder in den 4-stelligen Kursbereich zurückfiele: Ein Blick
auf den mittleren Chart zeigt die Gefahr auf, dass die beiden Hochpunkte bei
10.730 und 10.570 Zählern (Februar + April) die Spitzen eines Doppel-Topps
bilden könnten. Diese obere Trendwendeformation wäre mit dem Fall
unter das Zwischentief bei 10.000 Punkten vollendet.

Update vom 12.05. (Kurzfristchart aktualisiert):
Gleich zu Wochenbeginn sackte der Dow mit Wucht weiter durch und landete sogar knapp unter der genannten 10.000er-Marke. Am Mittwoch drehte der Markt nach hohen Intra-Day-Verlusten wieder nach oben, was kurzfristig positiv zu werten ist (Intra-Day-Reversal).
Luft bleibt allerdings vorerst nur bis 10.100 Punkte.
Diese Chartmarke dürfte sich nach ihrem Unterschreiten nun als Widerstand
entpuppen. Das nächste Kaufsignal für Puts liegt mit einem erneuten
Fall unter 10.000 Punkte vor.
Autor: Lutz Mathes / Büro Dr. Schulz