Auch im unteren Schaubild deutet derzeit wenig auf steigende
Kurse bei den deutschen Blue Chips hin. Seit rund zwei Wochen eilte das
obere Bollinger Band dem DAX davon, der Stochastik Oszillator bildete
zuletzt mehrfach bearishe Divergenzen. Als Kursziele lassen sich in diesem
Chart zunächst der eGD20 bei 4070 und dann die Abwärtstrendlinie
seit Januar bei rund 4050 ausmachen. Durchbricht der Index diese Supports
nach unten, liegt das nächst tiefere Unterstützungsbündel
erst wieder bei rund 3930 Zählern.
Vorerst stehen die Zeichen also auf Korrektur - nur ein (sehr unwahrscheinlicher)
dynamischer Sprung klar über 4200 Zähler könnte die Bullen
wieder Oberhand gewinnen lassen. Die 4050 dürfte der DAX in der kommenden
Woche testen. Dann muss sich zeigen, ob die Bären die Notierung sogar
unter die 4000er-Marke drücken wollen.
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Update vom 24.11. (Kurzfristchart aktualisiert):
Mit Beginn der Woche rauschte der DAX planmäßig in die Tiefe, drehte dann allerdings schon bei 4089 Zählern nach oben. Bis zur Wochenmitte behauptete sich der Index dann knapp unterhalb des Freitagsschlusskurses.
Die erwartete Korrektur wurde damit eher zu einer Konsolidierung. Noch ist diese, mit Blick auf die beiden Indikatoren, nicht ausgestanden, ein Unterschreiten der 4050 erscheint nun aber wenig wahrscheinlich. Der leicht abwärtsgerichtete Verlauf könnte sich auch in der zweiten Wochenhälfte fortsetzen.
Strategie: unverändert.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz