DAX-Analyse vom 22.02.2004

sowie im Anschluß Update vom 25.02.

Chart seit 1977, Chart seit Januar 2000 und Chart ab Juli 2000

Langfristchart seit 1977

Die in der Vorwoche an dieser Stelle erwarteten fallenden Kurse blieben dem DAX erspart, bis in die zweite Wochenhälfte hinein legte der Index zu. Bis zum Jahreshoch bei 4175 Zählern drang die Notierung allerdings nicht vor. Am Freitag drückten Gewinnmitnahmen das Wochenplus dann auf 16 Punkte bzw. 0,4 Prozent.

Im mittelfristigen Schaubild befindet sich der DAX nun die dritte Woche in Folge unterhalb des Aufwärtstrends, der seit März letzten Jahres bestand. Zu deutlich nachgebenden Notierungen führte dieser Trendbruch bisher jedoch nicht, was widerum erfreulich zu werten ist. Ferner besteht bei gut 3900 Zählern weiterhin noch eine recht massive Kreuzunterstützung.


Wochencandles seit Januar 2000

Im unteren Schaubild misslang dem Index ein Test der aufwärtsgerichteten Trendlinie, die Notierung drehte schon vorher wieder nach unten ab. Auch das obere Bollinger Band konnte nicht getestet werden. Am Freitag rauschten die Blue Chips sogar unter den eGD20, der aktuell bei 4083 Zählern verläuft. Der MACD behielt sein Verkaufsignal die gesamte Woche über bei, der Stochastik zappelt in der neutralen Zone umher.

Nach dem vor einigen Wochen erfolgten Bruch des fast einjährigen Aufwärtstrends bleibt der DAX angeschlagen - einzig der Umstand, dass bisher keine nennenswerten Kursverluste eintrafen, hellt die Situation auf. Für ein neues Kaufsignal bleibt aber ein Sprung über das bisherige Jahreshoch bei 4175 Punkten abzuwarten (wobei der Aufwärtstrend seit März 2003 bereits oberhalb verläuft). Fällt der DAX unter 3980 Punkte, gerät die längerfristige Kreuzunterstützung bei 3900 Zählern ins Visier. Darunter könnte der Index sogar bis 3800 absacken. Anleger sollten daher auf einen Ausbruch aus dem richtungslosen Gedümpel warten.

kurzfristiger TagesChart

Update vom 25.02. (Kurzfristchart aktualisiert):

Nach unentschlossenem Wochenstart sackte der DAX am Dienstag deutlich ab, fing sich aber im Bereich der 3980er-Unterstützung. Zur Wochenmitte legte die Notierung dann wieder geringfügig zu.

Der Support bei 3980 wurde zwar intraday angeknackst, hielt den Bären letztlich aber stand. Nun könnte der Index nach oben abprallen und noch für einen einigermassen versöhnlichen Wochenausklang sorgen. Durchbricht der DAX jedoch die Unterstützung bei 3980 auf Schlusskursbasis, ist Vorsicht angesagt.

Strategie: Weiter Ausbruch abwarten.

 

Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz


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