DAX-Analyse vom 23.05.2004

sowie im Anschluß Update vom 26.05.

Chart seit 1977, Chart seit Januar 2000 und Chart ab Juli 2003

Langfristchart seit 1977

Mit einem Plus von 29 Zählern bzw. 0,8 Prozent präsentierte sich der DAX in der Vorwoche erwartungsgemäß verhalten freundlich. Dabei rutschte der Index zu Wochenbeginn bis fast zu der kritischen Marke von 3700 Punkten, bevor sich die Notierung ab Mittwoch über 3800 stabilisierte.

Der Kampf um die 200-Tage-Linie ist damit zumindest vorerst zu Gunsten der Bullen entschieden worden. Im Wochenchart rutschte der DAX bis auf die Kreuzunterstützung, die die abwärtsgerichtete Trendlinie und das untere Bollinger Band auf Wochenbasis (aktuell 3706) bilden. Solange diese Marke hält, sind keine gravierenden Kursverluste zu befürchten.


Wochencandles seit Januar 2000

Im unteren Schaubild wird deutlich, dass der jüngste Kursrückgang bereits vor dem unteren Bollinger Band Halt machte, was positiv zu werten ist. Allerdings scheiterte die anschließende Erholung bereits knapp unterhalb des mittleren Bandes, dem eGD20 auf Tagesbasis. Während sich das Verkaufsignal des MACD deutlich abschwächte und der Indikator bei weiter kletternden Notierungen auf Kaufen drehen dürfte, ist der Stochastik Oszillator schon fast in seiner überkauften Zone angelangt. Letzteres spricht eher für eine baldige Fortsetzung der Ende April begonnenen Abwärtsbewegung.

Insgesamt ist die Lage derzeit nicht kritisch, solange die Kreuzunterstützung bei rund 3700 Zählern verteidigt werden kann. Ein erstes Warnsignal wäre schon ein Absacken unter den zur Zeit bei 3800 verlaufenden GD200 per Schlusskurs. Eventuelles restliches Erholungspotenzial scheint aber auf das Vorwochenhoch bei 3883 begrenzt, wo derzeit auch das mittlere Bollinger Band (Tagesbasis) verläuft. Dementsprechend sollte ein Ausbruch aus dem Bereich 3700/3883 abgewartet werden, wobei sich der DAX in der kommenden Woche durchaus wieder nach unten orientieren könnte.

kurzfristiger TagesChart

 

Update vom 26.05. (Kurzfristchart aktualisiert):

In der laufenden Woche legte der DAX bisher 36 Punkte zu. Während sich intraday die Marke von 3900 Punkten als zäher Widerstand entpuppte, scheiterte der Index per close wenig überraschend bereits unterhalb des Vorwochenhochs von 3883 Zählern.

Wie der Chart zeigt, deckelte zudem das mittlere Bollinger Band die deutschen Blue Chips. Ein Ausbruch über 3883 in der zweiten Wochenhälfte sollte nicht überbewertet werden, das Erholungspotenzial scheint weitgehend ausgereizt. Gerade für Bullen empfiehlt sich das Warten auf ein klares Kaufsignal.

Strategie: Unverändert.

 

Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz


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