Im kurzfristigen Tageschart hat die Notierung, trotz neuer
Hochs, das obere Bollinger Band im gesamten Wochenverlauf nicht berührt.
Dies ist eher ein Warnsignal, zumal der Stochastik Oszillator im oberen
Bereich drehte und seine Signallinie bereits nach unten durchschnitt.
Ein solches Verkaufsignal ist zwar im Aufwärtstrend nicht allzu beängstigend
- die letzten zwei derartigen Signale Anfang Dezember und Anfang Januar
führten nur zu einer seitwärtsgerichteten Konsolidierung - die
Luft nach oben bleibt aber weiter dünn.
Schafft der DAX den Sprung über das jüngste Hoch bei 4171 Punkten,
könnte dies die nächste Stufe im Rahmen der "Salami-Hausse"
bedeuten. Unterschreitet der Index aber das Vorwochentief bei knapp 4100
Zählern, liegt das nächste Korrekturziel bei rund 3980 - dort
liegt ausser den Trendlinien auch noch eine Unterstützung, die sich
aus dem Kursverlauf im Januar ableiten lässt.

Update vom 28.01. (Kurzfristchart aktualisiert):
Tapfer schlug sich der DAX in der ersten Wochenhälfte und notierte zur Wochenmitte praktisch auf Vorwochenniveau. Am Dienstag schnupperte der Index noch Höhenluft und markierte zwischenzeitlich ein ein paar Pünktchen höheres Jahreshoch, um dann am Mittwoch prompt bis auf die seit Ende September gültige Aufwärtstrendlinie zurückzufallen.
Noch droht bei den deuutschen Standardwerten aus charttechnischer Sicht kein Unheil, ein Absacken unter 4070/4100 dürfte aber eine merkliche Korrektur nach sich ziehen. Beide Indikatoren deuten ebenfalls eher auf fallende Notierungen hin. Daher gilt das Augenmerk weiter der genannten Unterstützung, wobei der Index darunter im Bereich um 4000 Punkte vorerst passabel abgesichert sein dürfte.
Strategie: Calls (insbesondere kurzfristige) weiter bei 4100 absichern. Darunter können flexible Trader mittels Puts auf ein Abtauchen bis ~4000 setzen.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz