
Mit einem Anstieg von 26,6 Punkten (+0,9 Prozent) stieß der Index für
die europäischen Standardtitel an der oberen Begrenzung des Widerstandsbereichs
um 2900 Punkte an. Damit stünde unter Gesichtspunkten der klassischen Charttheorie
ein erneutes Kaufsignal unmittebar bevor.

Dieses positive Szenario wird auch von dem MACD im unteren Schaubild gestützt,
der sich nach wie vor über seiner Signallinie bewegt und noch keine drohende
obere Trendwende anzeigt.
Der Stochastik hingegen deutet kurzfristig abwärts. Und damit kommt die
Hoffnung auf neue Hochs -insbesondere auch vor dem Hintergrund der Entwicklung
in den USA - ins Wanken.

Update vom 28.01. (Kurzfristchart aktualisiert):
Nach einem zunächst bröckelnden
Wochenauftakt konnte sich der EuroStoxx Kursindex im Tagesverlauf des Dienstags
zwar kurzzeitig auf neue Hochs aufschwingen, doch damit vollzog er nur das (false)
Break des Dows vom Montag nach. Auf Schlusskursbasis ergab sich kein Kaufsignal.
Auch der erneute Kursanstieg zur Wochenmitte ist auf Basis des (aus europäischer
Sicht) nachbörslichen Kursverfalls in den USA unbeachtlich.
Damit bleibt die zum Wochenende abgegebene skeptische Einschätzung aktuell.
Der Stochastik deutet kurzfristig abwärts, und der MACD steht vor einem
Verkaufsignal. Kurzentschlossene können durch den Kauf von Puts auf einen
Rückfall des EuroStoxx in den Bereich der Aufwärtstrendlinie bei aktuell
2840 Punkten setzen.
Autor: Lutz Mathes / Büro Dr. Schulz