DAX-Analyse vom 25.10.2003

sowie im Anschluß Update vom 29.10.

Chart seit 1977, Chart seit Januar 2000 und Chart ab März 2003


Langfristchart seit 1977

Wie erwartet korrigierte der DAX in der vergangenen Börsenwoche. Bis Dienstag legte der Index noch leicht zu, scheiterte aber punktgenau am Verlaufshoch vom vorherigen Freitag. Anschließend tauchte die Notierung zwischenzeitlich sogar unter die Unterstützung bei 3443 Punkten, behauptete diese letztlich aber erfolgreich. So ergab sich ein Wochenminus von 64 Punkten bzw. 1,8 Prozent.

Nun befinden sich die deutschen Blue Chips schon die fünfte Woche in Folge per Wochenschlußkurs unter dem Widerstand bei 3539 Punkten, der sich vom Tiefpunkt im September 2001 herleiten lässt. Nach der rund drei Monate andauernden Seitwärtsbewegung ziehen sich die Bollinger Bänder weiter zusammen, eine kräftige Bewegung scheint damit zum Greifen nahe. Allein die Entscheidung über die Richtung steht noch aus, der Wochenchart liefert hierzu noch keine zwingenden Informationen. Nachdem der Index zuletzt aber wieder vom oberen Bollinger Band nach unten abprallte, deuten sich eher fallende Kurse an.


Wochencandles seit Januar 2000

Dafür spricht auch der untere Tageschart, hier konnte jüngst allein die Unterstützung bei 3443 Punkten ein tieferes Abtauchen verhindern. Seit Anfang September hat die Notierung den Kontakt zum oberen Bollinger Band auf Tagesbasis verloren. Auch der Durchbruch des sehr kurzfristigen Abwärtstrends, der an den Hochpunkten vom September anliegt, verhalf dem Index nicht zu neuem Schwung. Mittlerweile ist der DAX, wenn auch knapp, sogar wieder unter diese Trendlinie zurückgefallen. Der MACD steht unmittelbar vor einem Verkaufsignal, der Stochastik deutet noch keine überverkaufte Situation an.

Denkbar ist aus charttechnischer Sicht auch die Bildung eines Dreifachhochs, aus den Hochpunkten von Anfang und Mitte September sowie Mitte Oktober. Dazu müsste die Notierung jedoch erst unter das Verbindungstief von Ende September bei 3203 Punkten fallen, um diese Formation zu vollenden. Ein Absacken in diese Region droht aber, sobald der Support bei ~3440 Punkten nach unten durchbrochen ist.

Der DAX ist angeschlagen, die Entscheidung steht und fällt mit der bereits leicht angeknacksten Unterstützung bei 3440 Zählern. Behauptet der Index auch in der kommenden Woche diese Marke, könnte schon in Kürze ein neuer Angriff auf das bisherige Jahreshoch gestartet werden. Ein mittelfristiges Kaufsignal wird aber, wie schon bisher, erst mit einem beherzten Sprung über 3677 Punkte generiert. Setzt sich dagegen die Abwärtsbewegung der Vorwoche fort und die Notierung rutscht unter 3440, gerät die nächst tiefere Unterstützung bei gut 3200 Punkten ins Visier.



kurzfristiger TagesChart


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Update vom 29.10. (Kurzfristchart aktualisiert):

Der DAX liess im bisherigen Wochenverlauf keine Zweifel über das Behaupten der 3440 aufkommen und legte zielstrebig zu, wenngleich das bisherige Jahreshoch bei 3677 Punkten bisher nicht ereicht werden konnte.

Insofern bleibt auch die charttechnische Einschätzung unverändert - erst ein Ausbruch über diese Marke bedeutet ein neues Kaufsignal. Der schon fast wieder überkaufte Stochastik nährt aber Zweifel daran, dass dies in Kürze gelingt.

Strategie: Die Puts wurden ausgestoppt, neue Engagements in Calls aber erst über 3677 (Schlußkurs).

 

Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz


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