Nasdaq Composite-Analyse vom 27.03.2004
sowie im Anschluß Update vom 31.03.

Die Warnung vor weiterer Rückschlagsgefahr erwies sich nicht als
Panikmache, tatsächlich taumelte der compx in der Vorwoche weiter
in die Tiefe. Bei knapp 1900 Zählern fing sich der Index aber wieder
und legte insbesondere am Donnerstag dann zu, so dass ein Wochenplus
von 20 Zählern bzw. 1,0 Prozent zu verzeichnen ist.
Die Unterstützungslinie bei rund 1940 Punkten, die im Chart auf
Wochenbasis eingezeichnet ist, konnte damit auf Schlusskursbasis behauptet
werden. Dies ist zumindest erfreulich, auch wenn der seit Januar bestehende
Abwärtstrend weiter das Geschehen dominiert. Auch blieb die Notierung
unter dem mittleren Bollinger Band auf Wochenbasis (verläuft aktuell
bei 1984), unter das sie in der Woche zuvor absackte.

Im unteren Schaubild gewann der seit Januar bestehende Abwärtstrendkanal
klare Konturen. Ende der vergangenen Woche bremste schon das mittlere
Bollinger Band den Aufwärtdrang. Die obere Begrenzung des Abwärtstrendkanals
erreichte der Index nicht. Diese bildet nun mit der Linie bei rund 2000
Zählern einen Kreuzwiderstand.
Für die kommende Börsenwoche besteht weiteres Erholungspotenzial,
zumindest bis etwa 2000 Punkte. An diesem Kreuzwiderstand könnte
der compx abprallen, was erneut zu bröckelnden Kursen führen
dürfte. Schafft der Index allerdings den Sprung klar über 2000
Zähler, entstünde ein neues kurz- bis mittelfristiges Kaufsignal.

Update vom 31.03. (Kurzfristchart aktualisiert):
Charttechnisch mustergültig setzte der compx seine Erholung bis zu dem Kreuzwiderstand bei rund 2000 Zählern fort, bevor die Kurse dann am Mittwoch wieder leicht ins Bröckeln gerieten.
Zwar steht der MACD klar auf Kaufen, innerhalb des bestehenden Abwärtstrendkanals sollte aber das drohende Verkaufsignal des Stochastik mehr Beachtung finden. Weiterhin gilt: Nur wenn der Index klar über 2000 Punkte klettert und damit auch den seit Januar bestehenden Abwärtstrend verlässt, winken weitere Kursgewinne. Eher rechnen wir für die zweite Wochenhälfte aber mit nachgebenden Notierungen.
Strategie: Weiter abwarten dürfte kein Fehler sein, hochspekulativ können aber schon jetzt ein paar eng abgesicherte Puts erworben werden.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz