Der untere Chart eröffnet einen Ausblick ähnlich
der Vorwoche: Sofern der DAX die 3800 behauptet, bestehen Chancen auf
eine Erholung bis knapp 4000 Zähler. Mit Unterschreiten der 3800
dürfte die Notierung aber erneut bis rund 3700 absacken. Eher positiv
aber der Blick auf die Bollinger Bänder: Nach dem Ausbruch nach unten
Mitte März behauptete sich der Index im Rahmen des jüngstes
Abwärtsschubs oberhalb des unteren Bandes, das sich mittlerweile
mit 3595 Punkten schon sehr weit vom aktuellen DAX entfernt hat. Dies
ist eine erfreuliche Konstellation, vergleichbar mit der Ende September
letzten Jahres. Auch der MACD dürfte bei weiter anziehenden Kursen
innerhalb weniger Tage in ein Kaufsignal schwenken.
Für die kommende Börsenwoche bleibt die Unterstützung bei
3800 eine wichtige Marke. Eine Fortsetzung der vor einigen Tagen begonnenen
Aufwärtsreaktion erscheint aber realistisch. Widerstände liegen
bei 3887 (eGD20 auf Tagesbasis) und knapp 4000 Zählern.

Update vom 31.03. (Kurzfristchart aktualisiert):
Im bisherigen Wochenverlauf strebte der DAX weiter aufwärts, wobei sich das mittlere Bollinger Band, der eGD20, wenig überraschend als Widerstand präsentierte. Per Schlusskurs blieb der Index unter dieser gleitenden Durchschnittslinie hängen.
Nachdem die Notierung bisher schon am ersten genannten Widerstand scheiterte und der Stochastik kurz vor einem Verkaufsignal steht, könnte die Erholung schon wieder beendet sein. Kursziel ist dann erneut die Unterstützung bei rund 3800 Zählern, darunter müsste sogar mit einem Test der März-Tiefs bei knapp 3700 gerechnet werden. Nur wenn der Index die 3900 knackt, ist auf eine Fortsetzung der jüngsten Aufwärtsbewegung bis rund 4000 Punkte zu hoffen.
Strategie: Die Gewinne der Calls jetzt einsammeln und bei am Donnerstag bröckelnden Kursen durchaus erste Put-Position aufbauen. Zum Einstandskurs absichern.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz