EuroSTOXX50-Analyse vom 27.03.2004

sowie im Anschluß Update vom 31.03.

Chart seit 1992, Dreijahreschart sowie Chart seit August 2003

rückgerechnete Kurse seit 1992

Die Wochenbilanz von Minus 6,1 Punkten täuscht über die Bandbreite der Kursschwankung in der letzten Woche hinweg: zunächst testete der Stoxx seine Unterstützung bei 2700 Punkten, um dann die zuvor verlorenen 90 Punkte wieder zurück zu erobern.

3-Jahres-Wochenchart

Mit diesem Miniresultat bestätigt der Index die an dieser Stelle erwartete Konsolidierung. Der im Update zur Wochenmitte befürchtete Rutsch unter die 2700er Unterstützung blieb aus. Für die nächste Woche bleibt die Range zwischen 2700 und 2800 Punkten aktuell. Sollte der Index bei 2800 Punkten nach unten drehen, können spekulativ eingestellte Anleger mit Puts einen kurzfristigen Rücksetzer ausreiten. Für alle anderen bleibt ein nachhaltiger Ausbruch aus den genannten Chartmarken abzuwarten.

Aufgrund des mittelfristig weiter abwärts gerichteten Bildes ist momentan aus technischer Sicht ein Ausbruch nach unten als wahrscheinlicher einzustufen. Ob dieser allerdings schon in der kommenden Börsenwoche eintritt, erscheint aufgrund der kurzfristig nach oben deutenden Indikatoren zweifelhaft.

Chart auf Tagesbasis

 

Update vom 31.03. (Kurzfristchart aktualisiert):

Der Wochenauftakt führte den EuroStoxx 50 weiter aufwärts, so dass er am Mittwoch an die obere Begrenzung seiner Trading-Range im Bereich von 2800 Punkten anstieß. Damit ist aus der klassischen Chartperspektive (die sich auf die direkt aus dem Chart ergebenden Trend- und Widerstandslinien stützt) zunächst ein Rücksetzer zu erwarten.
Die Indikatoren (als Teil der markttechnischen Analyse) stützen diese Einschätzung: Insbesondere der in Seitwärtsphasen relevante Stochastik hat im überkauften Bereich nach unten gedreht und steht vor dem Fall unter seine Signallinie (kurzfristiges Verkaufsignal). Der MACD konnte zwar nach oben drehen, hat aber seine Signallinie erst minimal überwunden. Hinzu kommt, dass der Stoxx per Schlusskurs auch unter der Mittellinie des Bollinger-Bandes blieb.

Damit steht der Index nun am Scheideweg: Wir erwarten eine Abwärtsbewegung in den Bereich um 2700 Punkte, womit sich für spekulativ eingestellte Investoren gleich am Donnerstag eine Kaufgelegenheit für Puts ergäbe. Gelingt hingegen der Sprung über den aktuell erreichten Widerstand bei 2800 Punkten, ist dieses Szenario hinfällig. Dann kann der Kauf von Calls erwogen werden. Beide Positionen sollten auf Einstiegsniveau abgesichert werden.

 

Autor: Lutz Mathes / Büro Dr. Schulz


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