
Die Wochenbilanz von Minus 6,1 Punkten täuscht über die Bandbreite
der Kursschwankung in der letzten Woche hinweg: zunächst testete der Stoxx
seine Unterstützung bei 2700 Punkten, um dann die zuvor verlorenen 90 Punkte
wieder zurück zu erobern.

Mit diesem Miniresultat bestätigt der Index die an dieser Stelle erwartete
Konsolidierung. Der im Update zur Wochenmitte befürchtete Rutsch unter
die 2700er Unterstützung blieb aus. Für die nächste Woche bleibt
die Range zwischen 2700 und 2800 Punkten aktuell. Sollte der Index bei 2800
Punkten nach unten drehen, können spekulativ eingestellte Anleger mit Puts
einen kurzfristigen Rücksetzer ausreiten. Für alle anderen bleibt
ein nachhaltiger Ausbruch aus den genannten Chartmarken abzuwarten.
Aufgrund des mittelfristig weiter abwärts gerichteten Bildes ist momentan
aus technischer Sicht ein Ausbruch nach unten als wahrscheinlicher einzustufen.
Ob dieser allerdings schon in der kommenden Börsenwoche eintritt, erscheint
aufgrund der kurzfristig nach oben deutenden Indikatoren zweifelhaft.

Update vom 31.03. (Kurzfristchart aktualisiert):
Der Wochenauftakt führte den EuroStoxx
50 weiter aufwärts, so dass er am Mittwoch an die obere Begrenzung seiner
Trading-Range im Bereich von 2800 Punkten anstieß. Damit ist aus der klassischen
Chartperspektive (die sich auf die direkt aus dem Chart ergebenden Trend- und
Widerstandslinien stützt) zunächst ein Rücksetzer zu erwarten.
Die Indikatoren (als Teil der markttechnischen Analyse) stützen diese Einschätzung:
Insbesondere der in Seitwärtsphasen relevante Stochastik hat im überkauften
Bereich nach unten gedreht und steht vor dem Fall unter seine Signallinie (kurzfristiges
Verkaufsignal). Der MACD konnte zwar nach oben drehen, hat aber seine Signallinie
erst minimal überwunden. Hinzu kommt, dass der Stoxx per Schlusskurs auch
unter der Mittellinie des Bollinger-Bandes blieb.
Damit steht der Index nun am Scheideweg: Wir erwarten
eine Abwärtsbewegung in den Bereich um 2700 Punkte, womit sich für
spekulativ eingestellte Investoren gleich am Donnerstag eine Kaufgelegenheit
für Puts ergäbe. Gelingt hingegen der Sprung über den aktuell
erreichten Widerstand bei 2800 Punkten, ist dieses Szenario hinfällig.
Dann kann der Kauf von Calls erwogen werden. Beide Positionen sollten auf Einstiegsniveau
abgesichert werden.
Autor: Lutz Mathes / Büro Dr. Schulz