Nasdaq Composite-Analyse vom 18.01.2004
sowie im Anschluß Update vom 21.01.

In der Vorwoche blieb die an dieser Stelle erwartete Korrektur beim
Nasdaq aus. Bis einschließlich Donnerstag pendelte der compx um
die Marke von 2100 Punkten, mit einer recht geringen Schwankungsbreite
in beiden Richtungen. Zum Wochenschluss legte die Notierung dann noch
einmal etwas deutlicher zu, so dass ein Wochenplus von 53 Punkten bzw.
2,5 Prozent zu verzeichnen war.
Nun hat der compx auch die Hürde bei 2100 Zählern genommen,
wie das mittlere Schaubild verdeutlicht. Zugleich steht die Notierung
deutlich oberhalb des oberen Wochen-Bollingers, das aktuell bei 2082
Punkten verläuft. Der Bruch des seit März letzten Jahres bestehenden
Aufwärtstrends in den Vormonaten erwies sich als Fehlsignal - zuletzt
setzte sich der Uptrend klar fort, an den Kursverlauf seit März
2003 lässt sich daher ein neuer Aufwärtstrend (-kanal) anlegen,
der im Wochenchart eingezeichnet ist.

Im unteren, kurzfristigen Chart sind sowohl Überhitzungs- als auch
Ermüdungserscheinungen erkennbar. Bis fast zum Ende der Woche bremste
die obere Begrenzungslinie des seit September gültigen Aufwärtstrendkanals
den compx, das MACD-Histogramm schwächte sich im Verlauf der Woche
weiter ab, auch wenn das Kaufsignal noch immer besteht und in den nächsten
Tagen auch kein Signalwechsel droht. Das obere Bollinger Band, derzeit
bei 2175 Punkten, lief dem Index aber deutlich davon. Der Stochastik verharrt,
in Folge der seit Mitte Dezember andauernden Aufwärtsbewegung, im
überkauften Bereich.
So positiv der Sprung über die Marke von 2100 Zählern auch ist
- sowohl in kurz- als auch in mittelfristiger Hinsicht muss der compx
als überkauft bezeichnet werden; nicht gerade eine solide Grundlage
für nachhaltig steigende Kurse. Eine Korrektur ist fast schon überfällig,
bei noch weiter kletternden Notierungen dürfte diese dann nur umso
kräftiger ausfallen (siehe Gold in den letzten Tagen). Von daher
könnte der Anstieg am Freitag noch etwas Potenzial freigesetzt haben,
bei einem Rückfall unter 2100 Punkte droht dann aber ein spürbarer
Kursverfall.

Update vom 21.01. (Kurzfristchart aktualisiert):
Unter dem Strich veränderte sich die Notierung im bisherigen Wochenverlauf kaum, dem compx gelang weder ein kräftiger Sprung nach oben noch setzte eine Korrektur ein.
Charttechnisch bieten sich somit auch keine neuen Erkenntnisse: Geringes Potenzial für kletternde Kurse besteht noch, durchbricht der Index aber die aufwärtsgerichtete Trendlinie (derzeit schon bei 2125 Zählern) nach unten, droht ein Rückzug, der sich mit Unterschreiten der 2080 bis auf 2000 Punkten ausweiten dürfte.
Strategie: unverändert.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz